Die Fifa will die Zustimmung der Verbände zu ihren Investorenplänen bis zum 19. September erzwingen. Protest dagegen gibt es nicht nur aus Europa.

Fingerzeig vom Chef: Fifa-Präsident Gianni Infantino weist den Weg

Dylan Martinez/reuters

„Yours in football – Gianni Infantino.“ So unterschreibt der Präsident des internationalen Fußballverbands seine Briefe. Über diesen Gruß aus der Fifa-Zentrale durften sich am Mittwoch die Präsidenten der 211 in der Fifa organisierten Verbände freuen. Aber wie gut sind die Zeilen über der Grußbotschaft bei den Verbänden angekommen? Darin geht es um die Pläne der Fifa, die großen Turniere über eine Gesellschaft zu organisieren, an der sich private Kapitalgeber beteiligen können. Bis zum 19. September sollen sich die Verbände zu dem Vorhaben äußern, die Organisation der Fußball-Weltmeisterschaften in eine Gesellschaft namens Fifa Forward Enterprise auszugliedern.

Sollte sich die Mehrheit der Nationalverbände für das Investorenmodell aussprechen, gilt es als verabschiedet. Das Fifa Council würde dieser grundsätzlichen Neuausrichtung des Fußballs dann im Schnellverfahren zuzustimmen haben. Infantino spricht von einem durch und durch demokratischen Verfahren. Im Fifa-Schreiben ist von der Einhaltung „unserer demokratischen Prinzipien“ die Rede.