DFB-Präsident Bernd Neuendorf: „Ich habe mit Kollegen aus dem Fifa-Council gesprochen, wir sind sehr überrascht und verärgert, dass wir so etwas aus der Zeitung erfahren müssen. Das ist kein Umgang. Es ist ein fatales Zeichen, die Fußball-WM für Investoren zu öffnen. Der Fußball lebt von der Akzeptanz der Gesellschaft, wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen. Aber wir sind auf dem besten Wege, diese Akzeptanz der Fans zunichtezumachen. Das halte ich für überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig.“DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke: „Damit ist eine Grenze überschritten. Bei der WM standen sechs europäische Teams im Viertelfinale und drei im Halbfinale. Wenn sich der europäische Fußball geschlossen gegen die Pläne wehrt, hat das sehr viel Gewicht.“WM-Plan des Fifa-Chefs:Eine Welle der Wut gegen Gianni InfantinoDie Fifa will die WM-Rechte veräußern und lockt die Nationalverbände mit gewaltigen Geldsummen für ein Ja. Aber der Unmut ist immens – weit über Europa hinaus. Hat die Fußballwelt jetzt genug von Gianni Infantinos Eskapaden?Afrikas Fußballverband Caf: „Die Caf ist entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der Fifa, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die Bereitstellung finanzieller und anderer Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu fördern.“Europas Fußballverband Uefa: „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften.“EU-Sportkommissar Glenn Micallef bei X: „Hände weg von unserem Sport. Die unaufhaltsame Kommerzialisierung des Fußballs hat sich zu einem zerstörerischen Faktor entwickelt. Kommerzieller Erfolg sollte den Fußball stärken, nicht ihn verschlingen.“Großbritanniens Premierminister Andy Burnham: „Die Weltmeisterschaft ist kein Produkt und nie jemandes Eigentum.“Nick McGeehan, Direktor der Menschenrechtsorganisation FairSquare: „Ein skandalöser Ausverkauf unseres gemeinsamen Erbes.“Javier Tebas, Präsident der spanischen Fußballliga: „Es sieht aus wie ein Wahlkampf, der mit der Zukunft des Fußballs finanziert wird. Die Entwicklung darf nicht dazu genutzt werden, Stimmen oder Schweigen zu kaufen. Infantino ist nicht die Lösung für die Führung der Fifa. Er ist das Problem.“Spielergewerkschaft Fifpro: „Es ist beunruhigend, dass ein Projekt dieser Größenordnung weitgehend hinter verschlossenen Türen entwickelt und fast bis zur Einigung vorangetrieben wurde, ohne dass die am stärksten Betroffenen in nennenswertem Umfang einbezogen wurden.“Lise Klaveness, Norwegens Verbandspräsidentin: „Wir sind zutiefst besorgt über die Entwicklung in der Fifa. Wir stellen uns hinter die Erklärung der Uefa in dieser Angelegenheit. Die Entwicklungen der letzten Tage können nicht isoliert verstanden werden. Wir haben über längere Zeit sowohl intern als auch extern, Besorgnis über zunehmend mangelhaft gewordene Prozesse in der Fifa-Führung zum Ausdruck gebracht.“