Stand: 30.07.2026 • 08:42 Uhr

Die Piraterie am Horn von Afrika galt als weitgehend überwunden. Doch seit geraumer Zeit werden wieder vermehrt Schiffe entführt. Der stellvertretende Kommandeur der EU-Mission Atalanta sagt: Das hängt auch mit dem Iran-Krieg zusammen.

Zuletzt traf es den Öltanker MT "Asana". Mitte Juli kaperten somalische Piraten das Schiff vor der Südküste des Jemen und entführten es Richtung Puntland, eine teilautonome Provinz Somalias. An Bord waren 22 Crew-Mitglieder, keines davon aus Deutschland, wie der stellvertretende Kommandeur der EU-Operation Atalanta, Paolo Fantoni, im Interview mit dem ARD-Studio Nairobi betont. Andere Quellen hatten zuletzt von acht Deutschen an Bord gesprochen. "Das entspricht nicht den Tatsachen", stellt Fantoni klar.

Der Tanker "Asana" fährt unter tansanischer Flagge und ist eines von vier weiteren Schiffen, die sich laut Fantoni seit dem 21. April in Gewalt somalischer Piraten befinden, 67 Crew-Mitglieder werden seitdem gefangen gehalten, "die meisten aus Indien und Pakistan", erklärt Fantoni.

Das Handelsschif "Basilisk" wurde 2024 von Piraten vor Somalia überfallen. Als militärische Hilfe kam, hatten die Piraten das Schiff schon wieder verlassen.