Meta hat Anleger mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht. Das Unternehmen stellte einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden Dollar in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit rund 63 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel zeitweise rund zehn Prozent.

Der verhaltene Umsatzausblick war nicht der einzige Grund für den Kurssturz. Schwerer wogen die Sorgen über Metas kostspieligen KI-Ausbau und die weiterhin offene Frage, wann und wie sich die Milliardeninvestitionen auszahlen werden.

Bei der Prognose für die Investitionen in KI-Infrastruktur hob Meta dieses Mal nur das untere Ende der Spanne von 125 auf 130 Milliarden Dollar an. Die erwartete Obergrenze bei den Kapitalinvestitionen blieb bei 145 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern dafür gut 72 Milliarden Dollar aus.

Wie stark die Investitionen inzwischen die Finanzlage belasten, zeigt der freie Cashflow. Dieser brach im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 91 Prozent von 8,55 Milliarden auf nur noch 784 Millionen Dollar ein. Zusammen mit den weiter steigenden Ausgaben für den KI-Ausbau verstärkte der drastische Rückgang des freien Cashflows die Sorgen vieler Anleger.

Meta sucht Geschäftsmodelle für seine KI und Rechenzentren