Trump kündigt Vergeltung für iranischen Angriff anNach einem neuen iranischen Angriff auf US-Ziele im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump Vergeltung angekündigt. „Wir werden sie hart treffen. Wir werden ihnen die verdammte Scheiße aus dem Leib prügeln“, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Gespräch. Trump hat Iran im Zuge des monatelangen Kriegs immer wieder mit schweren Angriffen gedroht, wobei auf seine teils martialischen Worte nicht immer Taten folgten.Trump sagte, die amerikanischen Streitkräfte hätten nur wenige Minuten Zeit gehabt, um auf den iranischen Angriff auf US-Stellungen in Jordanien in der Nacht zu reagieren. Die US-Streitkräfte hätten die anfliegenden Raketen abgeschossen, bevor die ihr Ziel erreichten.Trump erklärte außerdem, dass die amerikanisch-saudischen Angriffe auf von Iran unterstützte Milizen im Irak mit der irakischen Regierung abgestimmt worden seien. Er bezeichnete die Milizen als „Krebsgeschwür der Welt" und erklärte, dass weitere Warnungen gegen iranische Stellvertreter derzeit in Betracht gezogen würden.USA verhängen neue Iran-SanktionenDie ⁠USA haben neue Iran-Sanktionen verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich gegen acht Tanker und zehn Unternehmen, wie das US-Finanzministerium auf seiner Website mitteilt. Sechs der ‌betroffenen Unternehmen haben ihren Sitz in China.Irak verurteilt Angriffe auf StaatsgebietDie irakische Präsidentschaft hat die Angriffe auf Iran-treue Milizen im Land scharf verurteilt. Die Bombardierungen seien ein inakzeptabler Angriff und ein eklatanter Verstoß gegen die Souveränität des Irak, erklärte das Präsidialamt auf X. Zudem richteten sie sich gegen offizielle Sicherheitsinstitutionen des Landes und verstießen gegen das Völkerrecht.Das Land lehne jegliche Angriffe auf irakisches Staatsgebiet ab. Der Irak dürfe weder als Ausgangspunkt noch als Schauplatz für Angriffe auf Nachbarstaaten oder zur Austragung regionaler und internationaler Konflikte genutzt werden, hieß es. Die USA und Saudi-Arabien haben in der Nacht zum Mittwoch Stellungen von mit dem Iran verbündeten Milizen im Irak angegriffen.Iran soll Huthi bei Durchfahrtsgebühr durch Bab al-Mandab helfenDie international anerkannte Regierung des Jemen hat der pro-iranischen Huthi-Miliz im Land vorgeworfen, Gebühren für die Durchfahrt von Schiffen im Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab (Tor der Tränen) erheben zu wollen. Die Miliz arbeite mit Unterstützung aus Teheran an der Entwicklung eines entsprechenden Systems, sagte Informationsminister Moammar al-Eriani am Mittwoch. Eine mögliche Gebühr für die Durchquerung des Roten Meeres wäre eine „gefährliche Eskalation“, sagte al-Eriani der Nachrichtenagentur AFP. Damit würde eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt zu einer „dauerhaften Finanzierungsquelle für die militärischen und terroristischen Aktivitäten“ der Huthi-Miliz.Al-Eriani stützte seine Angaben zu Plänen für eine Schiffsgebühr nach eigenen Angaben auf kürzlich erhaltene „bestätigte nachrichtendienstliche Erkenntnisse“. Diese deuteten darauf hin, dass die iranischen Revolutionsgarden „direkt an der Ausarbeitung des technischen und administrativen Rahmens des Projekts beteiligt“ seien, sagte al-Eriani der AFP. Unter anderem solle eine eigene Gebührenstelle geschaffen werden. Die Meerenge Bab al-Mandab liegt zwischen dem Jemen im Osten und Eritrea und Dschibuti im Westen. Sie zählt zu den wichtigsten Handelsrouten der Welt. Seit der Blockade der Straße von Hormus durch die iranische Seite im Zuge des Irankrieges wurde die Seeroute über Bab al-Mandab immer wichtiger.Israel: Erstmals seit neuer Waffenruhe Hizbullah-Drohnenangriff Die libanesische Hizbullah hat laut israelischen Angaben erstmals seit mehr als einem Monat wieder eine mit Sprengstoff beladene Drohne auf ein Fahrzeug der israelischen Armee in Südlibanon gesteuert. Zuletzt hatte die von Iran unterstützte Miliz solche Drohnen vor Inkrafttreten der neuen Waffenruhe zwischen Israel und Libanon im Juni eingesetzt und dabei auch immer wieder israelische Soldaten getötet.Israels Armee sprach am Nachmittag von einem „eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe“. Soldaten seien bei dem Vorfall in der Nacht nicht verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung weiter. Die „Jerusalem Post“ meldete unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person, dass Israel auf den Angriff reagieren wolle. Lokalen Medien zufolge soll es in der Gegend nahe der Stadt Nabatija in Südlibanon, in der sich der Vorfall ereignete, einen großen unterirdischen Komplex der Hizbullah geben, in der sich Dutzende Mitglieder der Miliz verschanzt haben sollen.Zwischen der Hizbullah und Israel gilt seit dem 19. Juni eine neue Waffenruhe. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen haben sich seitdem die Kampfhandlungen verringert, Israels Armee greift aber weiterhin in Südlibanon an, um eigenen Angaben zufolge gegen Bedrohungen durch die Miliz für die eigenen Soldaten vorzugehen.Iran meldet US-Angriff auf iranische Stadt an der Grenze zum IrakDie US-Armee hat einem iranischen Medienbericht zufolge eine Stadt im Nordwesten Irans an der Grenze zum Irak angegriffen. „Vor wenigen Minuten wurde eine Gegend im Grenzgebiet von Piranschahr durch den amerikanischen Feind mit Luftangriffen attackiert“, meldete das iranische Staatsfernsehen am Mittwoch. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars einen Behördenvertreter der Provinz West-Aserbaidschan zitiert, der gesagt hatte, dass eine Rakete in einem unbewohnten Gebiet eingeschlagen sei. Es habe keine Opfer gegeben. Iran hatte in der Nacht zum Mittwoch US-Einrichtungen in Jordanien angegriffen. Es war der erste iranische Angriff auf Länder in der Region seit Freitag, als die USA und die Islamische Republik ihre Angriffe vorerst eingestellt hatten. Davor hatten sie sich zwei Wochen lang gegenseitig beschossen. Die USA und Saudi-Arabien flogen in der Nacht ihrerseits nach eigenen Angaben Angriffe auf „terroristische“ Ziele im Irak. Krisensitzung im Irak nach Angriffen von USA und Saudi-ArabienIm Irak hat Ministerpräsident Ali al-Saidi nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens gegen Iran-treue Milizen eine Krisensitzung des Sicherheitsrats einberufen. Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen, berichtete die Staatsagentur INA. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis aus vorwiegend schiitischen und Iran-treuen Milizen im Irak, meldeten, dass 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Die US-saudischen Luftangriffe hätten in mehreren Teilen des Landes unter anderem Ziele im Raum Bagdad sowie im südlichen Basra und Ninive im Norden getroffen. Dabei seien auch Gebäude, Fahrzeuge und Militärausrüstung beschädigt worden.Iran schlägt Oman Übergangslösung für Straße von Hormus vor Iran ​schlägt dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vor. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch ⁠iranische Gewässer verlaufen, sagt Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung der Transitwege lehne Teheran ab, da dieser die Sicherheitsbedenken des Landes nicht ausräume, solange keine langfristige regionale Stabilität erreicht sei. Sollte die Regierung in Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen, fügt er hinzu. Iran habe ‌die Südroute entlang der omanischen Küste nie anerkannt. EU fordert „Täter dieses Angriffs vor Gericht zu stellen“Nach der stundenlangen Befragung zweier französischer Diplomaten in Teheran hat die Europäische Union das Vorgehen der iranischen Sicherheitsbehörden angeprangert. „Die EU verurteilt klar die Aggression gegen zwei Diplomaten der französischen Botschaft in Teheran durch iranische Sicherheitskräfte am 19. Juli“, erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag. Ein solches Vorgehen stelle einen „eklatanten Verstoß“ gegen die Wiener Konventionen dar und „gefährdet die diplomatischen Beziehungen“. Die EU bekundete zudem ihre „Solidarität“ mit Frankreich und forderte den Iran auf, „die Täter dieses Angriffs vor Gericht zu stellen und seinen internationalen Verpflichtungen uneingeschränkt nachzukommen“.Französischen Angaben zufolge waren die beiden Diplomaten unlängst stundenlang festgehalten und befragt worden. Einer von ihnen sei zudem physisch misshandelt worden, erklärte das Außenministerium vergangene Woche in Paris. Außenminister Jean-Noël Barrot sprach von einer „äußerst schwerwiegenden Aktion der Einschüchterung“, die einen „eklatanten Verstoß gegen die diplomatische Immunität“ darstelle. Paris zufolge setzten die beiden Diplomaten „Förderprogramme für die Zivilgesellschaft und insbesondere für iranische Künstler und Wissenschaftler“ um. Irans Außenministerium erklärte dagegen am Montag, es habe den französischen Botschafter aus Protest gegen das Verhalten der Diplomaten einbestellt. Sie hätten sich „unter dem Vorwand von Aktivitäten für die Zivilgesellschaft in die inneren Angelegenheiten des Iran eingemischt“. Iran: Keine Durchfahrt für entschädigte Schiffe Iran weist die Drohung von US-Präsident Donald Trump zurück, die Eigentümer von im Golf beschädigten Schiffen mit eingefrorenen ⁠iranischen Geldern zu entschädigen. Vielmehr dürften Schiffe von Unternehmen oder Ländern, die solche Zahlungen erhalten, die Straße von Hormus nicht mehr passieren, erklärt Militärsprecher Ebrahim Solfaghari staatlichen Medien zufolge. Trump lobt Gespräche mit Iran – und droht TeheranUS-Präsident Donald Trump berichtet von guten Gesprächen mit Iran, droht der Führung in ⁠Teheran aber zugleich mit weiteren Angriffen, sollte es zu keiner Einigung kommen. In einem Interview mit dem Sender Fox News sagt er, er wolle Attacken auf iranische Brücken und Kraftwerke nach Möglichkeit vermeiden. Wenn es jedoch kein Abkommen ‌gebe, werde er diese Ziele sowie das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang – im Englischen Pickaxe Mountain genannt – zerstören. „Wir haben ihre Atomanlagen ausgeschaltet, und wir werden Pickaxe ausschalten müssen, wenn wir kein Abkommen schließen“, sagt Trump. Kreml: Ukraine weitet geographischen Radius ihrer Angriffe aus Russland macht die Ukraine für einen Angriff auf ein iranisches Schiff im Kaspischen Meer verantwortlich und erklärt, dass dies als Angriff ⁠auf Iran selbst gewertet werden müsste. Die Ukraine weite den geografischen Radius ihrer „terroristischen Angriffe“ aus, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. So habe sie auch die Nord-Stream-Pipelines gesprengt. „Diese Bedrohung muss neutralisiert und definitiv zerstört werden.“ Das iranische Außenministerium hatte den ukrainischen Angriff auf das Schiff ‌am Samstag verurteilt. Ein Besatzungsmitglied sei getötet und ein weiteres verletzt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land habe Schiffe beschossen, die für militärische Frachttransporte mit iranischer Beteiligung genutzt worden seien. Kiew bestreitet zudem, für die Nord-Stream-Explosionen verantwortlich zu sein. Russland ‌und Iran sind enge Verbündete. Iran: Führen Gespräche mit Oman und Saudi-Arabien über Straße von Hormus Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat dem iranischen Staatsfernsehen zufolge Gespräche mit seinen omanischen und saudiarabischen Kollegen über die Straße von Hormus geführt. Araghtschi sowie Omans Chefdiplomat Badr al-Busaidi und Saudi-Arabiens Außenminister Faisal bin Farhan hätten in getrennten Telefonaten „die Notwendigkeit betont, die Zusammenarbeit zu stärken und gemeinsame diplomatische Bemühungen voranzutreiben, um Stabilität in der Region zu schaffen und die durch die aggressiven Handlungen der USA verursachte Unsicherheit in der Straße von Hormus zu beseitigen“, berichtete das Staatsfernsehen am Dienstag. Weitere Hinrichtungen nach Protesten in Iran In Iran sind im Zuge einer Hinrichtungswelle abermals zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert worden. Den Männern sei zur Last gelegt worden, bei den Massenprotesten an der Ermordung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein, berichtete die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan. Die iranische Justiz hat bis heute mindestens 27 Männer im Kontext der Proteste und Unruhen hingerichtet. Die Demonstrationen im Winter waren Ende Dezember angesichts der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen und entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen. Tausende Demonstranten wurden dabei getötet.Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2.159 Menschen im Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Zusammenhang mit dem Irankrieg wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software