Homeoffice bleibt Privileg höher Qualifizierter. Wer mehr von zu Hause arbeiten möchte, aber nicht kann, berichtet häufiger von Belastungen.

Bei Aka­de­mi­ke­r:in­nen setzen sich zunehmend zwei statt drei Homeoffice-Tage pro Woche durch

Hans Lucas/Mathieu Thomasset/picture alliance

Homeoffice ist vor allem in bestimmten Berufsgruppen verbreitet, besonders bei Menschen mit akademischer Ausbildung. Wer in Berufen mit notwendiger Präsenz arbeitet, etwa in der Pflege, auf dem Bau oder im Einzelhandel, kann dagegen meist nicht von zu Hause arbeiten. Eine neue Studie zeigt nun: Wer nicht im Homeoffice arbeiten kann, obwohl er das möchte, hat häufiger Stress und gesundheitliche Probleme.

Die Untersuchung basiert auf einer wiederholten Befragung von zuletzt 6.200 Personen im Rahmen des Erwerbspersonenpanels des gewerkschaftsnahen WSI-Instituts. Demnach arbeiteten zuletzt 64,5 Prozent der abhängig Beschäftigten ausschließlich im Betrieb oder höchstens zu einem Zehntel von zu Hause. Bei Aka­de­mi­ke­r:in­nen lag dieser Anteil nur bei etwa einem Drittel, bei Beschäftigten mit Berufsausbildung dagegen bei rund zwei Dritteln