Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will dem als Fraktionschef zurückgetretenen Jens Spahn (CDU) offenbar auch künftig eine Rolle in der Partei geben. Das berichtet etwa die Nachrichtenagentur dts. Die Information wurde dem SPIEGEL aus Kreisen der Fraktion bestätigt. Spahn selbst war bei der Sondersitzung der Unionsfraktion demnach nicht anwesend.
Auf einer anschließenden Pressekonferenz sagte Merz, er habe Spahn in der Fraktionssitzung gedankt und wolle das am Abend noch einmal in einem persönlichen Gespräch tun. Die Arbeit sei anspruchsvoll und anstrengend, aber auch erfolgreich gewesen. Gleichzeitig gratulierte Merz Thorsten Frei zur Wahl zum neuen Fraktionschef und dankte diesem für seine Arbeit als Kanzleramtschef.Auch CSU-Chef Markus Söder gratulierte Frei. Aus Kreisen erfuhr der SPIEGEL, dass auch für Söder Spahn in Zukunft dazugehöre.
Söder mahnte zudem zu mehr Tempo bei den Reformen der schwarz-roten Koalition. Die Bundesregierung arbeite schneller als andere zuvor, aber »es reicht noch nicht angesichts der Herausforderungen«, sagte der bayerische Ministerpräsident.
Positive Töne zur SondersitzungNach der großen Kritik in der Partei an seiner Kabinettsumbildung äußerte sich Merz nun positiv über die Sitzung. »Ich bin wirklich sehr zuversichtlich, dass aus dieser Fraktionssitzung heraus ein neuer Impuls kommt, eine neue Dynamik kommt«, sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin. Mit Blick auf geplante Reformen und wichtige Landtagswahlen im Osten sagte Merz, der Herbst werde für die Union sehr herausfordernd.








