Der neue Bundesverkehrsminister will keine schlechten Schlagzeilen über Straßen und Schienen mehr. Sanierungen sollen schneller umgesetzt werden.

Drückt auf die Tube: der neue Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU)

Marijan Murat/dpa

Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) will Verkehrsvorhaben schneller umsetzen. „Wir brauchen mehr Tempo“, sagte Bilger bei der Amtsübernahme von seinem Vorgänger Patrick Schnieder (CDU) am Mittwoch im Bundesverkehrsministerium. Es müsse mehr priorisiert werden. „Der Bundeskanzler hat mir einen klaren Auftrag erteilt, den ich sehr ernst nehme“, so Bilger. „Die für den Verkehr vorhandenen Mittel müssen ankommen.“ Das gelte für Straßen, Schienen, Wasserwege, Förderprogramme, Radwege und die Luftfahrt.

Das kreditfinanzierte „Sondervermögen“ des Bundes stellt viele Milliarden Euro für die Ertüchtigung der Infrastruktur zur Verfügung. Bislang wurden die damit verbundenen Erwartungen an eine zügige Modernisierung der Verkehrswege jedoch nicht erfüllt. „Ich will dafür sorgen, dass die Verkehrsinfrastruktur aus den negativen Schlagzeilen kommt“, sagte Bilger. Damit spielte der neue Minister auf die wiederkehrenden Meldungen über Brückensperrungen oder Ausfälle bei der Deutschen Bahn an.