Richard Wagner tut sich leicht, wenn er in Bezug auf seine Opern einer Freundin empfiehlt: „Sehen Sie nicht so viel hin, hören Sie zu!“ Man muss aber hinsehen, wenn nun in der Aufführung seiner „Walküre“ wieder ein Bild das nächste jagt. Das Team um die Theaterleute Marcus Lobbes und Nils Corte hat eine Software mit Bildern vergangener „Ring“-Inszenierungen gefüttert und zusätzlich dafür gesorgt, dass das Programm im Moment der Aufführung aus diesem Fundus nach geeigneten Bildern sucht, aber auch eigene produziert. Die Sängerinnen und Sänger stehen derweil an der Rampe, aufwendig kostümiert, aber weitgehend unbeweglich.