In diesem Jahr feiern Polen und Deutschland 35 Jahre Nachbarschaftsvertrag, das ist auch ein Anlass, einmal mehr über Zahlungen an polnische NS-Opfer zu sprechen: Millionen Menschen wurden in Polen im Zweiten Weltkrieg von Deutschen ermordet, in Lager verschleppt oder versklavt. Erst nach der Wende zahlte die Bundesrepublik Entschädigungen an Überlebende – allerdings deutlich zu wenig, finden viele Polen. Die rechtsnationale PiS-Regierung forderte 1,3 Billionen Euro an Reparationen. Die Regierung von Donald Tusk teilt diese Forderung nicht, drängt aber auf eine sogenannte humanitäre Geste Deutschlands. Jakub Deka leitet die Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung in Warschau. Er weiß, um welche Menschen es geht, was sie erlebt haben und warum sie Hilfe benötigen.
Interview: Höchste Zeit für Entschädigungen polnischer Zwangsarbeiter
Polen drängt auf Entschädigungen für NS-Opfer. Bislang hat Deutschland zu wenig gezahlt, und an zu wenige, sagt Jakub Deka von der Stiftung Deutsch-Polnische Aussöhnung.






