PfadnavigationHomePolitikAuslandDebatte um 200 Millionen EuroPolen-Experte drängt auf schnelle Entschädigungszahlungen für polnische NS-OpferStand: 13:39 UhrDer polnische Premier Donald Tusk, hier in BrüsselQuelle: Getty Images/Pier Marco TaccaDie finanzielle Hilfe für polnische NS-Opfer wäre nicht nur symbolisch wichtig, mahnt der Direktor des Deutschen Polen-Instituts. Die aktuell debattierte Summe von 200 Millionen Euro hält Peter Oliver Loew für zu niedrig.Der Direktor des Deutschen Polen-Instituts, Peter Oliver Loew, hat zur Eile bei der Zahlung von Entschädigungen an polnische NS-Opfer aufgerufen. „Die Zahlungen wären ein wichtiger Schritt für die deutsch-polnischen Beziehungen. Viel Zeit sollte man sich damit angesichts des Alters der Betroffenen nicht mehr lassen“, sagte Loew dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).„Für die Betroffenen wäre diese Hilfe wichtig, symbolisch, aber auch ganz konkret, um ihre Lebenssituation im hohen Alter zu verbessern.“ Die von der voherigen Bundesregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zugesagten 200 Millionen Euro, auf die Ministerpräsident Donald Tusk angesichts einer hochemotionalen Debatte in Polen zurückhaltend reagiert hatte, müssten dabei vermutlich übertroffen werden. „Es müsste mehr sein, damit Tusk sein Gesicht wahren kann“, sagte Loew.Lesen Sie auchMit einem Ende der Debatte über Ausgleichszahlungen aus Deutschland sei auch im Falle der Entschädigung Betroffener nicht zu rechnen. „Für bestimmte politische Kräfte wird keine Summe je ausreichen.“Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte sich offen für Entschädigungszahlungen gezeigt. Als Hindernis gilt jedoch der Sparkurs der Bundesregierung.krott