PfadnavigationHomePanoramaLangenscheidtVerlag streicht Wort mit Bezug zu Merz von der Jugendwort-Liste – Empörung in Online-ForumStand: 12:51 UhrLesedauer: 2 MinutenMai 2026 in Berlin: Eine Teilnehmerin einer Demonstration gegen die Wehrpflicht hält ein Plakat hochQuelle: Sven Kaeuler/dpa„Mehrzweckeier“ bestimmt die Debatte um das Jugendwort 2026. Der Langenscheidt-Verlag schließt das Wort mit Bezug zu Friedrich Merz aus der Abstimmung aus – es folgt Kritik und ein Hinweis auf einen vergangenen Sieger.Am Dienstag hat der Langenscheidt-Verlag zehn Begriffe für das Jugendwort 2026 zur Abstimmung gestellt. Doch ein Wort wurde vom Verlag nachträglich aus der Liste gestrichen und für die Endabstimmung nicht zugelassen: „Mehrzweckeier“.Die Jury nahm den Vorschlag aus dem Rennen. Die Begründung: Der Begriff beruhe auf einer persönlichen Beleidigung und sei daher nach „intensiver Diskussion“ von der Wahl ausgeschlossen worden, betonte der Verlag. Insbesondere über das Online-Portal Reddit wurde versucht, Stimmen für den Vorschlag zu generieren.Lesen Sie auchDementsprechend kritisch wird auf der Plattform das Ausscheiden des Wortes gesehen. „Also im Grunde ist es damit ja das echte Jugendwort des Jahres, wenn es die alten versuchen zu unterbinden (sic)“, schreibt ein User. Oder: „Ich verstehe das Problem nicht. Merkeln war ja auch Mal Jugendwort und das ist ja auch negativ gemeint (sic).“„Mehrzweckeier“ ist eine Abwandlung von „Merz leck Eier“ – einem Slogan, der bei einer Demonstration gegen eine Wiedereinführung der Wehrpflicht auf einem Protestplakat stand. Die Polizei beschlagnahmte damals das Plakat. Im Raum stand der Vorwurf der Verleumdung des Bundeskanzlers. Im Netz gingen der Spruch und die Abwandlung in „Mehrzweckeier“ viral.Damit seien für Langenscheidt „gleich zwei zentrale Ausschlusskriterien“ erfüllt: Der Begriff gehe auf eine Kampagne zurück und er beruhe auf einer persönlichen Beleidigung. Das schreibt der Verlag in einem Post auf Instagram.Die „taz“ bedauert die Entscheidung und schreibt, dass sich der Verlag „offenbar nur mit angenehm harmloser Jugendkultur schmücken will“. Dabei würden Jugendliche ihre Realität mit Jugendwörtern darstellen und damit sich und das eigene Verständnis von der Wirklichkeit prägen.Zur Online-Abstimmung stehen folgende zehn Begriffe zur Auswahl:„Six-Seven“„Crashout“„Digga“„Du bist gut genug“„Gute Käse“ „Macker“ „Peak“ „Ragebait“„Schere“„Süper“Hier geht es zur Online-Abstimmung.jm