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Eigentlich hat Christa Thöne-Reineke Veterinärmedizin studiert, um Tiere zu schützen. Trotzdem bringt sie an der Freien Universität Berlin Menschen bei, wie man Tierversuche ausübt. Thöne-Reineke hat eine klare Haltung: Wer Tierleid in der Forschung verringern will, muss auch lehren zu töten.

DIE ZEIT: Frau Thöne-Reineke, wie gern kommen die Teilnehmer in Ihre Kurse?

Christa Thöne-Reineke: Das ist sehr unterschiedlich. In der Regel ist das Feedback, das wir nach den Kursen bekommen, gut. Die Teilnehmenden fühlen sich sicherer und können unter Anleitung in einem geschützten Raum diese Expertise erlangen. Es gibt aber Einzelne, die Angst vor Ratten oder Mäusen haben. Manche brauchen ein bisschen mehr Zeit. Aus meiner Sicht ist die Ausbildung am Tier in solchen Kursen angewandter Tierschutz.