Günther Oettinger ist, er wird dem nicht widersprechen, ein so erfahrener wie robuster Unionspolitiker. Es hat insofern Gewicht, wenn er sagt: »Der Umgang mit Patrick Schnieder erscheint ungerecht.« Auch er, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und langjährige EU-Kommissar, kann nicht in Gänze nachvollziehen, was seinem Parteifreund da in den vergangenen Tagen widerfahren ist. Obgleich sein Ziehsohn Steffen Bilger nun davon profitiert und dessen Nachfolger wird. Immerhin.
Am Freitagmorgen war durchgesickert, dass Bundeskanzler Friedrich Merz seinen Verkehrsminister Patrick Schnieder entlassen will. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Schnieder ging als Minister auf Abruf ins Wochenende. Viele Leute im Ministerium und im Politikbetrieb fragen sich seitdem (und tun es immer noch): weswegen genau?












