Trotz des schwachen China-Geschäfts erwartet der Stuttgarter Autobauer Porsche keinen erneuten Gewinneinbruch und bekräftigte am Mittwoch seine Umsatzprognose von 35 bis 36 Milliarden Euro für dieses Jahr. Die operative Rendite soll wie erwartet bei 5,5 bis 7,5 Prozent liegen.Der Rückgang des vergangenen Jahres soll mit Einsparungen und stabilen Preisen gestoppt werden. „Unser konsequentes Kostenmanagement und unsere Value-over-Volume-Strategie zeigen erste positive Effekte, deshalb bestätigen wir trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds unsere Jahresprognose“, erklärte Finanzchef Jochen Breckner (48). Die Anleger reagierten erfreut, die Aktie der Porsche AG legte zunächst um 2,5 Prozent zu.Obwohl Porsche im ersten Halbjahr erneut weniger Fahrzeuge verkaufte, legte das Ergebnis zu. Wie Volkswagen bereits am Freitag bekannt gegeben hatte, stieg der Betriebsgewinn um 30 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Rendite trotz eines leicht rückläufigen Umsatzes um mehr als 2 Prozentpunkte auf 7,8 Prozent. Unter dem Strich verdiente der Sportwagenhersteller mit 1,07 Milliarden Euro deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum.Der drastische Absatzrückgang in China zählt zu den Hauptursachen für die massiven Überkapazitäten bei Porsche. Während der Sportwagenhersteller dort vor wenigen Jahren noch mehr als 100.000 Fahrzeuge pro Jahr verkaufte, dürfte der Absatz 2026 nur noch bei rund 25.000 Autos liegen.