PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSPD-Politiker„Unmittelbar vor Wahlen“ – Lauterbach vermutet „ausländische Kräfte“ hinter Häufung von AnschlägenStand: 06:19 UhrLesedauer: 3 MinutenDer ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sorgt inzwischen vor allem auf X für SchlagzeilenQuelle: picture alliance/Chris Emil Janßen/Chris Emil JanssenDeutschlands ehemaliger Gesundheitsminister sorgt auf X erneut für Stirnrunzeln: Karl Lauterbach und ein SPD-Kollege rücken den Berliner CSD-Anschlag eines Islamisten in die Nähe einer Geheimoperation Russlands. Dass sich Anschläge vor Wahlen häufen würden, müsse untersucht werden.Nur wenige Tage nach seiner kontrovers diskutierten Aussage über die angeblich nicht vorhandene Abwanderung von Leistungsträgern aus Deutschland verstört Karl Lauterbach mit einem neuen Beitrag auf X. Diesmal geht es um die tödliche Amokfahrt am Rande des CSD in Berlin. Dass es sich dabei laut aktuellen Ermittlungen um einen islamistischen Anschlag gehandelt hat, wollen der ehemalige Gesundheitsminister und sein SPD-Kollege Sebastian Fiedler offenbar nicht akzeptieren. Lauterbach teilte am Dienstag einen Beitrag, in dem Fiedler – SPD-Mitglied im Innenausschuss – am Dienstag beim Nachrichtensender Phönix zum CSD-Anschlag interviewt wird.Fiedler erklärt in dem per Video-Schalte geführten Interview, dass es „eine heftige Auffälligkeit“ bei den Anschlägen „unmittelbar vor Wahlen“ seit 2024 gebe. „Denken Sie an Solingen, denken Sie an Mannheim, denken Sie an München, denken Sie an Berlin zwei Tage vor der Bundestagswahl“, zählt der SPD-Politiker auf. „Jetzt gerade läuft ein heißer Wahlkampf in Sachsen-Anhalt.“Lesen Sie auchAus den Verhandlungen und den Ermittlungsergebnissen würde man inzwischen viel über die Motivation der Täter wissen. „Wir haben in vielen Fällen Personen, die im Hintergrund die Täter angeleitet haben“, behauptet Fiedler weiter. Über diese Personen wisse man „herzlich wenig bis gar nichts“. Zudem sei bekannt, „dass Russland über Europa und insbesondere Deutschland eine hybride Kriegsführung betreibt und eine erhebliche Einflussoperation betreibt“. Zudem würde der Kreml Kontakte in dschihadistische Netzwerke unterhalten und über sogenannte Proxyserver arbeiten, um seinen tatsächlichen Einfluss zu verschleiern. „Und mein dickstes Fragezeichen ist, – und das können nur unsere Auslandsnachrichtendienste beantworten: ob und inwieweit das alles Zufall ist.“Lesen Sie auchDass solche Vorgänge derzeit „komplett außerhalb unseres Blickes“ liegen würden, „kann ich und will ich nicht akzeptieren“, sagte Fiedler und forderte, die Befugnisse der Nachrichtendienste zu verbessern, „um sie auf eine bessere Augenhöhe mit ausländischen Partnerdiensten zu bringen“.Lauterbach verbreitete das Interview und stimmte Fiedler zu: „Es ist in der Tat sehr auffällig, dass es unmittelbar vor Wahlen mehr Anschläge gibt.“ Es sei „sehr denkbar, dass ausländische Kräfte hier einwirken“. Viele Nutzer reagierten empört und unterstellten dem ehemaligen Gesundheitsminister, Verschwörungstheorien verfallen zu sein. „Wie weit von der Realität muss man eigentlich entfernt sein, um einen solchen Unsinn zu verbreiten?“, fragte unter anderem der Extremismus-Experte Ahmad Mansour. „Wer sich außerhalb seiner eigenen Social-Media-Blase bewege, mit Lehrkräften spricht, die MOTRA-Studie liest, die Berliner Studien zur Gewalt an Schulen kennt, durch Berlin geht, Universitäten besucht oder die Lageeinschätzungen des Bundes- und der Landesverfassungsschutzbehörden sowie des Bundesinnenministeriums zur Kenntnis nimmt, weiß, dass die islamistische Radikalisierung eine reale und ernstzunehmende Herausforderung ist.“ Wer sich auch nur ansatzweise mit den islamistischen Anschlägen in Europa der vergangenen Jahre beschäftigt hat, erkenne, wie groß das Radikalisierungspotenzial sei und warum die Sicherheitsbehörden seit Jahren warnen. „Man muss nur bereit sein, Fakten zur Kenntnis zu nehmen“, schreibt Mansour an Lauterbach gerichtet.saha
SPD-Politiker: „Unmittelbar vor Wahlen“ – Lauterbach vermutet „ausländische Kräfte“ hinter Häufung von Anschlägen - WELT
Deutschlands ehemaliger Gesundheitsminister sorgt auf X erneut für Stirnrunzeln: Karl Lauterbach und ein SPD-Kollege rücken den Berliner CSD-Anschlag eines Islamisten in die Nähe einer Geheimoperation Russlands. Dass sich Anschläge vor Wahlen häufen würden, müsse untersucht werden.













