PfadnavigationHomePolitikAuslandVerstorbener US-Senator„Es gab wirklich niemanden wie Lindsey Graham“, sagt TrumpStand: 21:54 UhrLesedauer: 2 MinutenDonald Trump sprach in der Washington National CathedralQuelle: via REUTERS/Alex BrandonWashington gedenkt des verstorbenen US-Senators Lindsey Graham. Donald Trump würdigt den Republikaner als Staatsmann und „amerikanisches Original“. Auch ausländische Regierungschefs kommen zur Trauerfeier.Mit lobenden Worten hat US-Präsident Donald Trump an den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham erinnert. „Nirgendwo auf der Welt“ sei etwas ohne Grahams Meinung geschehen und kein Gesetz sei ohne sein Mitwirken verabschiedet worden, sagte er bei der Trauerfeier über seinen langjährigen Verbündeten, den er als „einen geliebten Freund, einen treuen Bruder, einen hochangesehenen Staatsmann, eine prägende Figur des US-Senats und ein wahres amerikanisches Original“ bezeichnete. „Es gab wirklich niemanden wie Lindsey Graham.“US-Politiker und hochrangige ausländische Regierungsvertreter erwiesen Graham am Dienstag die letzte Ehre. Am Morgen gedachten sie bei einer Gedenkfeier im US-Kapitol des verstorbenen Senators. Später am Tag folgte die Trauermesse in der Washington National Cathedral, bei der auch Trump sprach. Die Beisetzung soll nach einer weiteren öffentlichen Trauerfeier in seinem Heimatstaat South Carolina im privaten Kreis erfolgen.„Es war unmöglich, Lindsey Graham nicht zu mögen“, sagte Vizepräsident J. D. Vance bei einer Gedenkfeier im Kapitol, wo Grahams mit einer Flagge bedeckter Sarg von einer Ehrengarde flankiert wurde. Vance erinnerte daran, dass ihre Beziehung trotz heftiger Meinungsverschiedenheiten über die Finanzierung der ukrainischen Kriegsanstrengungen gegen Russland – als Vance als Senator für Ohio tätig war – freundschaftlich geblieben war.Graham war Mitte des Monats im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Gefäßerkrankung gestorben. Er vertrat den US-Bundesstaat South Carolina ab Mitte der 90er Jahre zunächst im Repräsentantenhaus. 2003 begann seine erste Amtszeit als Senator. Er galt als erfahrener Außenpolitiker und beschäftigte sich mit den großen Konfliktherden. Im Iran sprach er sich für einen Machtwechsel aus.US-Senatoren einig auf Gesetz zu Russland-SanktionenWenige Tage vor seinem Tod konnte er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kiew noch die Botschaft überbringen, dass das Weiße Haus ein neues Sanktionsgesetz unterstütze. US-Senatoren der Republikaner und Demokraten einigten sich am Dienstag auf ein Gesetz, das Russland durch neue Sanktionen stärker unter Druck setzen soll. Das Gesetz soll laut neu veröffentlichten Ergänzungen Grahams Namen tragen.Lesen Sie auchWelche immense Bedeutung Graham für die Weltpolitik hatte, zeigte sich bereits an der Gästeliste: Neben dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu kam auch Selenskyj. Zu Gast waren beide vorab separat auch im Weißen Haus. Im Fokus standen der Ukraine-Krieg und der Iran-Krieg. Details dazu, was bei den bilateralen Gesprächen mit Trump herauskam, gab es bisher nicht.dpa/Bloomberg/sebe