Deutschland verliert einen Teil jener Fachkräfte, die während der Eurokrise ins Land kamen. Eine aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass Griechenland für viele frühere Auswanderer wieder attraktiver wird.Gleichzeitig spricht alles dafür, dass Deutschland für sie an Anziehungskraft verliert. Ausgerechnet in einer Zeit, in der deutsche Unternehmen händeringend nach qualifizierten Beschäftigten suchen, endet damit ein Trend, von dem der deutsche Arbeitsmarkt jahrelang profitiert hatte.
OECD sieht klare Trendwende: Deutschland verliert griechische Fachkräfte
Während der griechischen Schuldenkrise kamen seit 2009 Zehntausende Menschen in die Bundesrepublik. Ärzte, Ingenieure, IT-Spezialisten, Wissenschaftler, aber auch viele andere mehr oder weniger qualifizierte Arbeitskräfte fanden hier Arbeit. Allein 2012 und 2013 wanderten jeweils mehr als 32.000 Griechen nach Deutschland aus – so viele wie in kein anderes europäisches Zielland.
Doch dieses Bild hat sich inzwischen deutlich verändert. Die Zahl der Zuwanderer aus Griechenland hat sich seit dem Höhepunkt der Eurokrise nahezu halbiert. 2024 kamen nur noch rund 16.500 Griechen nach Deutschland. Gleichzeitig kippte die Wanderungsbilanz: Erstmals seit 2009 verließen mehr Griechen Deutschland, als neu aus Griechenland in die Bundesrepublik einwanderten. Nach Einschätzung der OECD markiert das eine Trendwende.









