Microsoft erweitert seine hauseigene MAI-Modellfamilie um ein auf Cybersecurity spezialisiertes KI-Modell. Erst wenige Tage zuvor hatte das Unternehmen den Ausbau eigener KI-Modelle angekündigt – nun folgt mit MAI-Cyber-1-Flash ein Modell, das gezielt Sicherheitslücken in komplexen Codebasen aufspüren soll. Gleichzeitig startet das agentische Sicherheitssystem Perception, das KI-Agenten-Teams für verschiedene Security-Workflows bereitstellt.
Wie Microsoft in seiner Ankündigung erläutert, ist MAI-Cyber-1-Flash ein kompaktes, stark auf Code ausgerichtetes Sicherheitsmodell. Es stammt aus der MAI-Thinking-1-Linie und wurde vollständig intern auf eigenen Trainingsdaten entwickelt. Laut Microsofts Model card basiert das Modell auf einer Sparse-Mixture-of-Experts-Transformer-Architektur mit insgesamt 137 Milliarden Parametern, von denen nur 5 Milliarden gleichzeitig aktiv sind. Das Kontextfenster umfasst 256.000 Tokens. Technisch handelt es sich um ein Security-Fine-Tune von MAI-Code-1-Flash, das aus einem MAI-Thinking-1-Mid-Training-Checkpoint weiterentwickelt wurde.
90 Prozent der Aufgaben, 50 Prozent der Kosten
Microsoft integriert das Modell in MDASH (Multi-Model Agentic Scanning Harness), ein Multi-Agenten-System mit über 100 spezialisierten Agenten. Diese decken den gesamten Workflow vom Code-Scanning über die Validierung bis zur Patch-Erzeugung ab. MAI-Cyber-1-Flash ist dabei für rund 90 Prozent aller Aufgaben zuständig. Die schwierigsten 10 Prozent eskaliert das System an OpenAIs GPT-5.4.










