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Multitasking gilt in der modernen Arbeitswelt als Produktivitätskiller schlechthin. Wer mehrere anspruchsvolle Aufgaben parallel erledigt, verliert den Fokus und macht Fehler. Eine aktuelle Studie kommt jedoch zu einem anderen Schluss.

Multitasking geht – sagt eine neue Studie. (Foto: Okrasiuk / Shutterstock.com

Eine neue Studie liefert handfeste Beweise für eine funktionierende Parallelverarbeitung im menschlichen Kopf. Danach ist echtes Dual-Tasking zumindest machbar. Voraussetzung ist allerdings ein diszipliniertes, aufwendiges Training.Anzeige

Ein Team von Wissenschaftler:innen der US-amerikanischen Georgetown University in Washington hat die neuronalen Grundlagen des Lernens tiefgehend analysiert. Sie ließen elf Proband:innen über einen Zeitraum von fünf bis zehn Wochen mehr als 30.000 Kategorisierungsaufgaben am Bildschirm lösen. Die Versuchspersonen mussten per App computergenerierte Autobilder in zwei unterschiedliche Gruppen sortieren. Das Team zeichnete die Gehirnaktivität vor und nach diesem intensiven Trainingsblock auf. Zum Einsatz kamen hochauflösende funktionelle Magnetresonanztomografie (MRT) und Elektroenzephalografie (EEG). Diese Kombination ermöglichte eine genaue räumliche und zeitliche Messung der kognitiven Verarbeitungsprozesse.