Im Gutshaus Steglitz erzählen Antje Majewski und Jen Tiger anhand des Osage-Baums Geschichten von Migration, Kolonialismus und ökologischer Transformation.
Eine Szene aus Antje Majewskis Video „Osage History and the Bodark Tree“
Jens Ziehe, Berlin; Antje Majewski/VG Bild-Kunst, Bonn 2026, courtesy the artist and neugerriemschneider, Berlin
Gelbgrün, runzelig und kugelig, in der Größe einer Pampelmuse ähnlich, fasziniert die Osage-Orange durch ihre eigentümliche Oberflächenstruktur und auffällige Farbigkeit. Auf die Frucht des Osagedorns stieß Antje Majewski bereits 2008. Für ein Science-Fiction-Projekt suchte die Künstlerin nach einer organischen Kugelform für ein fremdartiges spekulatives „Kunstwerk der Zukunft“.
Als sie sich näher mit der Frucht beschäftigte, entwickelte sich daraus ein recherchebasiertes Langzeitprojekt. Die Ausstellung im Gutshaus Steglitz bildet dazu eine Station, Werke von Majewski werden dort gemeinsam mit Arbeiten der Künstlerin Jen Tiger gezeigt, einer Angehörigen der Osage Nation. Der Osagedorn, der im Süden der USA beheimatet ist, brachte Majewski zu den Osage und deren Kolonisierung, die ebenso eine Kolonisierung ihres Landes wie seiner Fauna und Flora war.






