In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.UN warnen vor Aufflammen der HIV-Epidemie – US-Zahlungen deutlich zurückgegangen Die Vereinten Nationen (UN) warnen vor einem Wiederaufflammen der ​weltweiten HIV-Epidemie aufgrund deutlicher Einschnitte bei den Finanzmitteln. Ein Hauptgrund ​für den Rückgang der Mittel ⁠seien Kürzungen durch die USA, die demnach 75 Prozent der internationalen HIV-Hilfen bereitgestellt hatten. US-Präsident Donald Trump ​hatte nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 die Zahlungen zunächst komplett eingefroren. Zwar ⁠wurden lebensrettende Maßnahmen ‌kurz darauf wieder aufgenommen, die meisten Präventionsprogramme blieben jedoch gestrichen. Einige Länder konnten den Wegfall der Auslandshilfen durch höhere nationale Ausgaben teilweise ausgleichen, wodurch die gesamten ⁠Mittel zur HIV-Bekämpfung weltweit ⁠lediglich um sechs Prozent sanken.Die Gelder an UNAIDS seien im vergangenen ⁠Jahr um 18 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar gesunken und hätten damit den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten erreicht, wie die UN-Organisation am Montag zum Auftakt der Internationalen Aids-Konferenz in Brasilien mitteilte. Ohne erneutes Engagement drohten die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichtegemacht zu werden. Das globale ‌Ziel, Aids bis ‌2030 als Bedrohung für die öffentliche Gesundheit zu beseitigen, sei in Gefahr. Im vergangenen Jahr hätten sich rund 1,2 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, hieß es.In vielen Staaten südlich der Sahara, auf die ⁠etwa die Hälfte ​der ⁠weltweiten Neuinfektionen entfällt, kamen die Präventionsmaßnahmen ​jedoch weitgehend zum Erliegen. In Kamerun, Nigeria und Sambia ‌ging die Zahl der Menschen, die eine medikamentöse HIV-Prophylaxe (PrEP) erhalten, nationalen Daten zufolge um ​mehr als 50 Prozent zurück.Fabian DrahmouneUS-Berufungsgericht blockiert Trumps Erlass zur BriefwahlEin US-Berufungsgericht hat die Umsetzung eines Erlasses von ​Präsident Donald Trump zur Verschärfung der Briefwahlregeln in 23 Bundesstaaten vorerst gestoppt. Das ⁠Gericht in Boston lehnte am Samstag einen Antrag der US-Regierung ab, eine einstweilige Verfügung gegen die Anordnung aufzuheben. Eine Richterin einer niedrigeren Instanz hatte Ende Juni ‌entschieden, dass wesentliche Teile des Dekrets verfassungswidrig seien. Die Entscheidung der Berufungsrichter fiel mit zwei zu eins Stimmen.Das US-Justizministerium hatte argumentiert, eine Klage gegen ‌den Erlass sei verfrüht, ‌da die Behörden die Maßnahmen noch nicht endgültig ausgearbeitet hätten. Die Berufungsrichter wiesen dies jedoch zurück. Die Verfügung lege klare und rasch näher rückende Fristen fest, an ​die sich die Bundesstaaten halten müssten, erklärten ⁠sie zur Begründung. Die klagenden Staaten hätten daher keine andere Wahl, als jetzt zu reagieren. Das Justizministerium ​hatte im Vorfeld gewarnt, bei einer Niederlage möglicherweise den Obersten Gerichtshof der USA anzurufen.Lena SpilgerKaty Perry wütend auf Weißes Haus: Song „Firework“ in Kriegs-Clip verwendetDas Weiße Haus hat mit der Unterlegung eines TikTok-Clips mit einem Song von Katy Perry den Superstar verärgert. Die US-Sängerin schrieb auf der Plattform X, sie sei entsetzt und wütend darüber, dass ihr Lied „Firework“ (dt. Feuerwerk) als Hintergrundmusik für Aufnahmen von Militärschlägen verwendet worden sei. „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht.“ Ihre Musik sei dazu da, um Menschen zusammenzubringen – nicht, um Krieg zu verherrlichen.Auf dem TikTok-Account des Weißen Hauses zeigt der Clip Aufnahmen einer Explosion unterlegt mit einer Sequenz des Popsongs. Dazu schrieb das Weiße Haus: „Der Iran ist gewarnt worden.“Perry schrieb in ihrem X-Post, sie habe das Lied als Hymne der Hoffnung, Heilung und der inneren Stärke für Menschen, die ihre dunkelsten persönlichen Momente erleben, geschrieben. Es sei ein völliger Verrat an allem, wofür das Lied stehe, kritisierte die 41-Jährige das Vorgehen des Weißen Hauses. So viele Masern-Infektionen wie seit 35 Jahren nicht mehr in den USAIn den USA ist die Zahl der Masern-Infektionen auf den höchsten Stand seit 35 Jahren gestiegen. ​Die Gesundheitsbehörde CDC teilte am Freitag mit, dass in diesem Jahr bislang 2318 Fälle registriert worden seien. Im gesamten Vorjahr waren es ⁠2289 gewesen. Es handele sich um die höchste Zahl seit dem Zeitraum von 1989 bis 1991, als mehr als 55.000 Infektionen und 123 Todesfälle verzeichnet wurden. „Dass wir diesen Meilenstein erreichen, ist besonders eklatant, da wir erst Juli haben und landesweit weiterhin Masernfälle gemeldet werden“, ‌sagte William Moss, Epidemiologie-Professor an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. Die Krankheit galt in den USA seit dem Jahr 2000 eigentlich als ausgerottet.Besonders betroffen sind junge Menschen: 69 Prozent der Infizierten sind Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre, ein Fünftel ‌ist jünger als fünf Jahre. Von den ‌Kleinkindern mussten der CDC zufolge zehn Prozent im Krankenhaus behandelt werden, bei den älteren Kindern und Jugendlichen waren es drei Prozent. Insgesamt gab es in diesem Jahr bislang 151 Krankenhauseinweisungen. Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit, die Fieber, Ausschlag und Atemwegsprobleme verursacht, wurden 2026 noch nicht gemeldet. Im vergangenen Jahr waren es ​drei. Die Infektionen traten in 45 Bundesstaaten und in Washington auf. ⁠16 Fälle gingen auf Besucher aus dem Ausland zurück. 93 Prozent der Fälle traten bei ungeimpften Personen auf, der Rest hatte eine oder zwei Dosen des ​Masern-Impfstoffs bekommen. Ein Vakzin gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) bietet nach zwei Dosen einen 97-prozentigen Schutz.Experten führen den Anstieg auf sinkende Impfquoten zurück. Die durchschnittliche Abdeckung bei Kindergartenkindern sank ⁠im vergangenen Jahr auf ‌92,5 Prozent und liegt damit unter der für die sogenannte Herdenimmunität erforderlichen Schwelle von 95 Prozent. In 16 Bundesstaaten fiel die Quote auf unter 90 Prozent.Viele Gesundheitsvertreter machen für die Entwicklung auch die Impfskepsis von US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. verantwortlich. Fabian DrahmouneIn seiner ersten Rede beim traditionellen Gala-Dinner der Hauptstadtpresse versucht US-Präsident Trump sich in einem Spagat zwischen Lob und Tadel für die Medien.Fabian DrahmouneZwei US-Firmen klagen gegen Trumps neue ZölleZwei US-Kleinunternehmen haben gegen die jüngsten Zölle von ​Präsident Donald Trump auf Waren aus 60 Partnerländern geklagt. Die neue Politik ⁠gehe wie die meisten früheren Zölle Trumps über die Befugnisse des Präsidenten zur Besteuerung von Importen hinaus, hieß es in der am Freitag beim US-Handelsgericht in ‌New York eingereichten Klageschrift. Für eine rechtliche Rechtfertigung seien detailliertere, länderspezifische Feststellungen zum Thema „Zwangsarbeit“ erforderlich. Die Kläger werden von einer gemeinnützigen Rechtsgruppe unterstützt, die bereits ‌erfolgreich gegen frühere Zollrunden geklagt ‌hatte.Trump empfängt am Dienstag Selenskyj – und voraussichtlich NetanjahuUS-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington. Das teilte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses am Freitag mit. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu will ebenfalls am Dienstag mit Trump zusammenkommen, wie sein Büro in Jerusalem erklärte. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025.Hintergrund der Besuche ist die Trauerfeier für den gestorbenen US-Senator Lindsey Graham, die ebenfalls am Dienstag in Washington stattfindet. Netanjahu will daran nach Angaben seines Büros teilnehmen. Der Republikaner Graham sei „ein Freund Israels“ gewesen, hieß es zur Begründung. Der 71-jährige Senator war vor rund zwei Wochen überraschend nach der Rückkehr von einer Ukraine-Reise gestorben. Aus Kiew gab es vorerst keine Bestätigung, dass Selenskyj an der Trauerfeier für Graham teilnimmt.Britische Regierung gibt sich gelassenGroßbritannien erwartet keine negativen Folgen durch die neuen US-Zölle wegen angeblich laxer Kontrollen ‌von Zwangsarbeit. Ein Regierungssprecher erklärte, die USA hätten die Schritte Großbritanniens in diesem Bereich anerkannt. „Es gibt keine negative Veränderung des Zollsatzes für britische Unternehmen“, sagt er. ‌Das bestehende Abkommen mit ‌den USA bleibe in Kraft, zudem gebe es nun keine Zölle mehr auf Whisky und Medizintechnik. Schweiz sieht sich benachteiligt gegenüber der EUDie Schweiz gehört zu jenen Ländern, die die USA mit einem Zollsatz von 12,5 Prozent belegt haben. Aus Sicht des Wirtschaftsdachverbands Economiesuisse ist das „weder nachvollziehbar noch gerechtfertigt“. Schweizer Exporteure erlitten dadurch Wettbewerbsnachteile gegenüber Ländern mit niedrigeren Zollsätzen, darunter die Länder der EU und Großbritannien.Den Vorwurf, die Schweiz unternehme zu wenig gegen den Import von Waren aus Zwangsarbeit, weist Economiesuisse entschieden zurück. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Schweizer Lieferketten genutzt würden, um Waren aus Zwangsarbeit in den US-Markt zu schleusen. In die gleiche Richtung äußerte sich das Wirtschaftsministerium in Bern, welches ebenfalls monierte, dass die Schweiz nun schlechter gestellt sei als die EU.Die USA bewegen sich mit den 12,5 Prozent noch innerhalb des Rahmens, auf den man sich im November in einer Grundsatzvereinbarung mit der Schweiz geeinigt hatte. Demnach sollen die länderspezifischen Zusatzzölle für die meisten Schweizer Importe in die USA auf 15 Prozent gedeckelt werden. Bisher ist es aber nicht gelungen, diese Absichtserklärung in ein verbindliches Handelsabkommen zu überführen. Das ist insofern eine offene Flanke, als dass die Schweiz zu jenen Ländern gehört, die das amerikanische Handelsministerium daraufhin überprüft, ob sie strukturelle Überkapazitäten in der Produktion und aus diesem Grund einen großen bilateralen Handelsüberschuss gegenüber den USA haben. Diese Untersuchung könnte zu weiteren Zusatzzöllen führen – und dient sicherlich auch dazu, in den Verhandlungen über das Handelsabkommen Druck auszuüben.Vanessa AngermannAustralien und Neuseeland kritisieren neue US-Zölle - Japan äußert „Bedauern“Australien und Neuseeland haben scharfe Kritik an den neuen US-Zöllen gegen rund 60 Handelspartner geäußert. „Diese Zölle sind ungerechtfertigt und stehen im Widerspruch zu unserem Freihandelsabkommen“, erklärte am Freitag Australiens Handelsminister Don Farrell. Die Zölle müssten „abgeschafft werden“.Neuseelands Regierungschef Christopher Luxon nannte die Ankündigung Washingtons „äußerst enttäuschend“. Zölle seien nicht der richtige Weg: „Sie treiben die Kosten in die Höhe und sorgen für Unsicherheit bei den Unternehmen.“Zugleich zweifelte Luxon die Begründung Washingtons für die neuen Zölle an: „Die US-Untersuchung hat keine stichhaltigen Beweise für die Behauptungen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit geliefert“, erklärte er im Onlinedienst X.Ähnlich äußerte sich die japanische Regierung, die ihr „Bedauern“ über die US-Entscheidung zum Ausdruck brachte. „Japans Industrie und Handel richten sich nach internationalen Regeln“, betonte ein Regierungssprecher. Die Zölle gegen Tokio seien offenbar allein mit der Begründung verhängt worden, „dass kein Verbot für die Einfuhr von Produkten besteht, die durch Zwangsarbeit hergestellt wurden“.Vanessa AngermannKanada kündigt mögliche Gegenmaßnahmen im Zollstreit mit den USA anKanada will sich nach der Ankündigung neuer ​US-Zölle mit allen Mitteln zur Wehr setzen und schließt auch ⁠Vergeltungsmaßnahmen nicht aus. Dies sagte der kanadische Premierminister Mark Carney am Donnerstag bei einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der kanadischen ‌Provinzen . „Wir intensivieren unsere Handelsverhandlungen mit den USA und werden nicht zögern, unsere Interessen zu verteidigen, wenn es sein muss“, sagte Carney.US-Präsident ‌Donald Trump ‌hatte am Montag neue Zölle von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Produkte angekündigt, die am 19. August in Kraft treten sollen. Der ​kanadische Premierminister bezeichnete die neuen ⁠US-Maßnahmen als ungerechtfertigt. „Alles ist auf dem Tisch, wenn es keine Einigung gibt“, sagte er mit ​dem Hinweis auf mögliche Gegenmaßnahmen, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Die kanadische Regierung ⁠wolle ein ‌umfassendes Handelsabkommen mit den USA erreichen und keine Vereinbarungen, die nur einzelne Handelssektoren betreffen.Trump und Carney hatten sich diese Woche darauf ⁠geeinigt, die bilateralen Handelsgespräche ⁠zu intensivieren. Hintergrund der Spannungen ist die Entscheidung Trumps vom 1. ⁠Juli, ​das bestehende Handelsabkommen ⁠zwischen den USA, Mexiko ​und Kanada (USMCA) nicht um weitere 16 Jahre ‌zu verlängern. Es bleibt damit zwar in Kraft, erfordert jedoch jährliche ​Überprüfungen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software