Die Demokratische Partei der USA braucht eine radikale Veränderung, sagt der linke Aktivist Ezra Levin. Er plädiert für dezentrale Massenbewegungen.

taz: Herr Levin, Sie sind Mitgründer des linken Netzwerkes „Indivisible“, das in den letzten Monaten etliche Kandidaten bei Vorwahlen der US-Demokraten unterstützt hat, und viele haben gewonnen. Warum machen Sie das?

Ezra Levin: Es geht darum, eine Demokratische Partei aufzubauen, die nicht die Politik so hinnimmt, wie sie heute ist, sondern sie als existenzielle Krise behandelt. Wir hatten das Jahr davor damit verbracht, das Establishment der Demokraten davon zu überzeugen, als echte Oppositionspartei gegen das aufzutreten, was wir als ein autoritäres Regime betrachteten. Und immer wieder wurden wir enttäuscht.

taz: Es ist nicht das erste Mal, dass Indivisible gezielt in die parlamentarische Politik eingreift…

Im Interview: Ezra Levin