PfadnavigationHomeRegionalesHamburgMusikfestivalWeimer fordert einen höheren Beitrag Hamburgs zum Reeperbahn FestivalStand: 17:10 UhrLesedauer: 2 MinutenIm September steigt die nächste Festival-Ausgabe auf St. PauliQuelle: picture alliance/dpa/Georg Wendt„Wer von der Strahlkraft des Festivals profitiert, sollte auch Verantwortung übernehmen“ – mit diesem Satz drängt der Kulturstaatsminister Hamburg zu mehr Geld für das Reeperbahn Festival. Die SPD hält ihm eine Schieflage zugunsten Bayreuths vor.Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (Parteilos) erwartet von der Stadt Hamburg eine stärkere Beteiligung an der Finanzierung des Reeperbahn Festivals. Das Festival sei „dank der massiven Unterstützung des Bundes eine Erfolgsgeschichte“ und zähle heute „zu den international wichtigsten Plattformen der Musikwirtschaft“, sagte Weimer. Damit das so bleibe, müsse die Finanzierung „künftig fairer verteilt werden“, erklärte er und fügte hinzu: „Wer von der Strahlkraft des Festivals profitiert, sollte auch Verantwortung für seine Finanzierung übernehmen“, forderte der Minister. Lesen Sie auchDie Hamburger SPD-Fraktion hatte Mitte Juli kritisiert, der Haushaltsentwurf des Bundes für 2027 sehe „eine weitere drastische Kürzung“ vor, nachdem der Bund seine Förderung bereits „in den vergangenen beiden Jahren schrittweise reduziert“ habe.Weimer erläuterte: „Noch in den vergangenen Jahren hat der Bund rund 90 Prozent der öffentlichen Zuschüsse getragen, Hamburg gut 5 Prozent. Im laufenden Jahr leistet der Bund immer noch knapp 75 Prozent, Hamburg nur gut 25 Prozent.“ Er erwarte, „dass sich die Stadt Hamburg künftig deutlich stärker beteiligt“.SPD-Fraktion kritisiert „einseitige Schwerpunktsetzung“Hansjörg Schmidt, Sprecher für Kreativwirtschaft der Hamburger SPD-Fraktion, hatte Mitte des Monats erklärt: „Wer das Reeperbahn Festival schwächt, schwächt den Musikstandort Deutschland.“ Während die Zuschüsse für die Bayreuther Festspiele nach Schmidts Worten „offenbar steigen sollen“, wolle Weimer „die Förderung für eines der bedeutendsten Festivals für Clubkultur und Musikwirtschaft in Europa nahezu halbieren“. Schmidt sprach von einer „einseitigen Schwerpunktsetzung“, die „eines Kulturstaatsministers nicht würdig“ sei.Das Reeperbahn Festival startet in diesem Jahr am 16. September 2026 und geht bis zum 19. September 2026 in Hamburg.epd/jlau