Die Löhne in Sachsen sind in nur vier Jahren um mehr als ein Viertel gestiegen – und das hat einen ungewöhnlichen Nebeneffekt: Vollzeitbeschäftigte Frauen verdienen im Freistaat inzwischen mehr als Männer. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Entgeltatlas 2025 der Bundesagentur für Arbeit hervor.
Frauen kommen auf ein Medianentgelt von 3.603,75 Euro, Männer auf 3.580,77 Euro -also knapp 23 Euro weniger im Durchschnitt pro Monat. In Westdeutschland dagegen bleibt die klassische Lohnlücke zulasten der Frauen bestehen. Ostdeutschland ist damit ein Sonderfall. Hier verdienen in vier Bundesländern die Frauen erstmals mehr als die Männer. Nur in Thüringen stehen sie mit 1 Euro Differenz im durchschnittlichen Monatsgehalt den Männern noch nach.
Doch hinter den steigenden Löhnen steckt eine zweite, weniger erfreuliche Entwicklung: Der Freistaat verliert Arbeitsplätze wie kein anderes Bundesland. Was die neuen Zahlen bedeuten – und für wen sie gute Nachrichten sind.
Warum Frauen die Männer beim Gehalt überholen
Der Grund für die sächsische Besonderheit liegt in der Branchenverteilung. Frauen arbeiten im Freistaat überdurchschnittlich häufig in stark tarifgebundenen Bereichen wie Erziehung, Sozialwesen und Gesundheit.








