Der Mediziner und Anatom Gunther von Hagens ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus seinem Umfeld. Zuvor hatten mehrere Medien über seinen Tod berichtet. Angaben zur Todesursache lagen zunächst nicht vor.Von Hagens wurde durch die von ihm entwickelten „Körperwelten“-Ausstellungen weltweit bekannt. Dabei präsentierte er echte menschliche Körper, die durch das von ihm erfundene Verfahren der Plastination dauerhaft konserviert wurden. Muskeln, Organe, Nerven und Blutgefäße blieben dadurch trocken, geruchlos und für Besucher sichtbar.

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Ein Wunsch über den Tod hinaus: Mein Bruder wird als Plastinat weiterleben

Gunther von Hagens erfand die Plastination in Heidelberg

Die Plastination entwickelte von Hagens 1977 während seiner Arbeit am Institut für Pathologie und Anatomie der Universität Heidelberg. Dabei werden Wasser und Fett aus dem Gewebe entfernt und durch Kunststoffe ersetzt. Ein Jahr später meldete er ein Patent für das Verfahren an.Die erste „Körperwelten“-Ausstellung eröffnete 1995 in Japan. Seitdem besuchten nach Angaben der Veranstalter mehr als 58 Millionen Menschen die Schauen in 42 Ländern. Die Plastinate wurden beim Sport, beim Schachspielen oder in alltäglichen Bewegungen gezeigt.