Sonntagnachmittag. Die meisten, die um 14 Uhr zum Brandenburger Tor gekommen sind, tragen Schwarz. Viele haben Blumen mitgebracht, manche haben sich in die Pride-Flagge gehüllt. Gleich beginnt die Gedenkveranstaltung für die Opfer des Christopher Street Days, der am Tag zuvor in Berlin gefeiert wurde. Am Rand stehen drei Touristinnen, um die 20 Jahre alt, sie machen Selfies vor dem Brandenburger Tor. Sie lachen, reden laut durcheinander. Zwei Männer, die neben ihnen stehen, können ihren Ärger darüber kaum verbergen. Sie weinen. Einer schüttelt den Kopf in Richtung der Frauen. Wissen die nicht, was gestern passiert ist?
Anschlag in Berlin: Ein Gefühl wollen sie nicht zulassen: Angst
In Berlin kommen Tausende Menschen am Tag nach dem Anschlag zum Trauern zusammen. Sie weinen, sie sind wütend. Sie versuchen, das Unbegreifliche zu begreifen.











