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Blumen, Botschaften und Regenbogenflaggen: Im Berliner Tiergarten suchen Menschen Trost am Ort des Terroranschlags. Was ein Notfallseelsorger erzählt.

Drei Tage nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) ist der Tatort von einem Ort des Schreckens zu einem Ort der Trauer geworden. Entlang des Weges im Berliner Tiergarten, auf dem am Samstagabend ein mutmaßlicher Islamist mit einem Van zahlreiche Menschen erfasste, gibt es gleich mehrere Gedenkorte.

Dort legen Menschen unter Laubbäumen Blumen nieder, hinterlassen Botschaften oder Regenbogenfähnchen und halten inne. «Liebe ist stärker als Hass», steht auf einem Stück Papier. «Wir lassen uns nicht spalten», ist auch zu lesen oder «Wir bleiben bunt». «Ich kann das immer noch nicht glauben», sagte ein junger Mann am Ort des Geschehens.

Drei, vier freiwillige Notfallseelsorger eines Kriseninterventionsteams der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) stehen im Tiergarten bereit, um zu trösten, zu helfen oder einfach zuzuhören. «Der Bedarf ist schon da», erzählt einer aus dem Team, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.