Sachsen-Anhalts Schullandschaft wird sich in den kommenden Jahren verändern, ganz gleich, wer nach der Landtagswahl am 6. September regiert. Bis 2036 werden zwei Drittel der Pädagogen, die 2021 noch unterrichteten, altersbedingt aus dem Schuldienst ausscheiden. Und schon heute kommt der Nachwuchs nicht schnell genug nach: 2025 verließen 100 mehr Lehrer den Dienst, als neu eingestellt wurden. Zugleich schrumpft die nächste Schülergeneration. Bereits das neunte Jahr in Folge sank 2025 die Zahl der Geburten mittlerweile auf knapp unter 12.000 Kinder, den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Derweil fallen 8,6 Prozent der Unterrichtsstunden aus und mehr als 2000 junge Menschen verließen die Schule ohne Abschluss. Mit einer Quote von 13,4 Prozent lag Sachsen-Anhalt damit bundesweit an der Spitze.

Wenig überraschend also, dass 22 Prozent der im „Sachsen-Anhalt-Monitor 2025“ befragten Einwohner Bildung, Schule, Kita sowie Kinder- und Jugendangebote zu den drei wichtigsten Problemen des Landes zählen. Unter Schülern, Auszubildenden und Studenten waren es 40 Prozent. Am häufigsten nannten parteipolitisch ungebundene Befragte Bildung als Problem. Und sie haben eine breite Auswahl: Sieben Parteien haben Chancen, in den Magdeburger Landtag einzuziehen.