Demnach werden am Ende des Prognosezeitraums noch 25.600 Lehrkräfte an den öffentlichen Schulen des Landes benötigt. Bis zum Schuljahr 2031/2032 soll der Personalbestand zunächst stabil bleiben, der Abbau setzt erst danach ein, so Sachsens CDU-Kultusminister Conrad Clemens.

Grundlage der Berechnung ist die im Dezember vom Statistischen Landesamt veröffentlichte 4. Schüler- und Absolventenprognose. Sie sieht einen Rückgang der Schülerzahlen um rund 80.000 Kinder und Jugendliche bis 2040/2041 vor.

Aktuell besuchen etwa 440.000 Schülerinnen und Schüler die öffentlichen Schulen in Sachsen – ein Höchstwert, der laut Ministerium noch drei Schuljahre auf diesem Niveau verharren wird. Anschließend rechnet das Landesamt nur noch mit 337.450 bis 367.500 Schülern.

Clemens betonte bei der Vorstellung der Zahlen, dass die Landesregierung die Fehler früherer Jahrzehnte nicht wiederholen wolle. „Das heißt, wir wollen nicht spitz abrechnen“, sagte der Minister. Der prognostizierte Rückgang der Schülerzahl um 20 Prozent zwischen 2031/2032 und 2040/2041 werde nicht eins zu eins auf die Lehrerstellen übertragen.

In die Berechnung sei bereits ein Puffer eingearbeitet, der Lehrkräfte entlasten, die Bildungsqualität sichern und Spielraum für neue Aufgaben schaffen soll.