PfadnavigationHomeRegionalesHamburgAnschlag in Berlin überschattet Hamburger CSDStand: 14:45 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem Anschlag auf den Berliner CSD wird über die Sicherheit bei der Hamburger Parade diskutiert. (Archivbild) Quelle: Christian Charisius/dpaMit Trauerflor und klaren Worten setzt Hamburg ein Zeichen der Solidarität nach der Attacke beim Berliner CSD. Bürgermeister Tschentscher verspricht Schutz bei der Hamburger CSD-Parade.Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff auf feiernde Menschen beim Christopher Street Day in Berlin soll die Sicherheit auch bei den Feiern der queeren Community in Hamburg noch einmal überprüft werden. «Der Anschlag in Berlin überschattet auch den Beginn der Pride Week in Hamburg», sagte Bürgermeister Peter Tschentscher der Nachrichtenagentur dpa.«Die Hamburger Sicherheitsbehörden tun alles, um die CSD-Demonstration und die Veranstaltungen der Pride-Week in unserer Stadt zu schützen, damit von Hamburg auch in diesem Jahr ein starkes Zeichen der Toleranz und Vielfalt ausgehen kann», versprach er.Zu der Hamburger CSD-Parade werden am kommenden Samstag Hunderttausende Menschen erwartet. Die Pride Week hatte an diesem Wochenende begonnen.Grote will Sicherheitsmaßnahmen überprüfenInnensenator Andy Grote (SPD) kündigte eine Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen an. Zwar sei das Sicherheitsniveau bei Veranstaltungen in Hamburg hoch - «gerade was den Schutz vor Überfahrtaten angeht», sagte er. Aber: «Vor dem Hintergrund der schrecklichen Tat in Berlin werden die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD kommende Woche in Hamburg noch einmal sorgfältig überprüft, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.»Ihre Behörde stehe im engen Austausch mit der Innenbehörde, der Polizei und der queeren Community, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sagte Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne). «Wir werden alles dafür tun, dass die Teilnehmenden so frei, selbstbestimmt und sicher wie jedes Jahr demonstrieren können.»In Berlin war am späten Samstagabend eine Frau getötet worden, als am Rande der CSD-Feiern ein Auto in eine Menschengruppe gesteuert wurde. 29 Menschen wurden nach Angaben von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) teils schwer verletzt. Dobrindt sprach am Sonntag von einem islamistischen Terroranschlag.Hamburg Pride geht nach Angriff auf die StraßeDie Veranstalter der Hamburger Pride Week riefen nach dem tödlichen Angriff zu einer Demonstration in der Hamburger Innenstadt auf. «Wir sind in Gedanken bei der Berliner Community», hieß es in dem bei Instagram verbreiteten Aufruf. Demnach sollte die Demonstration an der Ecke Neuer Jungfernstieg/Lombardsbrücke stattfinden.Zu der Hamburger CSD-Parade sei man nach der Bluttat von Berlin im Austausch mit Polizei, sagte Manuel Opitz, Sprecher von Hamburg Pride. Einzelheiten nannte er nicht. «Wichtig ist, dass wir uns nicht unsichtbar machen lassen von Gewalt. Das was wir jetzt brauchen, ist der Rückhalt aus der Stadtgesellschaft», betonte er. «Deswegen rufen wir alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, sich am CSD zu beteiligen.»Fegebank nennt Angriffe auf queere Menschen unerträglichDie Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank zeigte sich von dem tödlichen Angriff in Berlin zutiefst betroffen. Sei sei «traurig und wütend», sagte die Umweltministerin. «Meine Gedanken und mein ganzes Mitgefühl sind in diesen schweren Stunden bei der verstorbenen Person, den vielen Verletzten, ihren Angehörigen und der gesamten Community.»Dass ausgerechnet ein Fest der Liebe und Vielfalt Ziel eines mutmaßlich islamistischen Anschlags geworden sei, mache einmal mehr deutlich, «dass queere Menschen auch heute noch Angst haben müssen - einzig und allein deshalb, weil sie queer sind», sagte die Grünen-Politikerin. «Das ist unerträglich.»Linke: Queere Menschen leben wieder in AngstDie Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft verwiesen darauf, dass Straftaten und Gewalttaten gegen queere Menschen seit Jahren zunähmen. «Hass wirkt zersetzend - ganz egal, von wo er kommt», sagte die queerpolitische Sprecherin der Fraktion, Carola Ensslen. «Dieser Hass darf uns aber nicht auseinanderbringen: Wir stehen gemeinsam gegen die Angriffe aller Feinde einer freien Gesellschaft.»Auch sie sprach sie dafür aus, die vor dem Hamburger CSD noch einmal ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit zu legen. «Schon viel zu lange leben queere Menschen wieder in Angst, werden verfolgt und bedroht», sagte Ensslen.dpa-infocom GmbH
Anschlag in Berlin überschattet Hamburger CSD - WELT
Mit Trauerflor und klaren Worten setzt Hamburg ein Zeichen der Solidarität nach der Attacke beim Berliner CSD. Bürgermeister Tschentscher verspricht Schutz bei der Hamburger CSD-Parade.













