PfadnavigationHomePolitikDeutschlandArtikeltyp:LivetickerBluttat beim CSDAbdul B. plante bereits einen Anschlag – und wurde aus dem Libanon nach Deutschland zurückgeholtVon Jette MocheRedakteurin Nachrichten & GesellschaftStand: 12:46 UhrDer 21 Jahre alten Abdul B. wird verdächtigt für den Anschlag auf den CSD in Berlin verantwortlich zu sein. Die Polizei fahndet öffentlich nach ihm. „Leider nicht gelungen, die bestehenden Gefahren abzuwehren“, sagt Burkard Dregger (CDU), innenpolitische Sprecher Berlins.Nach der Bluttat beim Berliner CSD werden immer mehr Details aus dem Leben des Tatverdächtigen bekannt. Abdul B. soll laut „Bild“ schon mal einen Anschlag geplant haben. Mehr im Liveticker.Im Tiergarten ist nach Polizeiangaben ein weißes Auto in eine Menschenmenge gefahren, dabei kam eine Frau ums Leben, 16 weitere Personen wurden verletzt. Aktuell wird öffentlich nach dem Tatverdächtigen gefahndet.Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Liveticker12:30 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Bild“: Abdul B. plante schon mal einen AnschlagDer Tatverdächtige Abdul B. wollte 2025 nach Syrien ausreisen, wurde dann aber im Libanon festgenommen und als deutscher Staatsbürger nach Berlin „zurückgeführt“. Das berichtet die „Bild“ und beruft sich auf die Ermittlungsakte. Demnach soll er einen Anschlag geplant haben. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte ihn im Mai 2026 zu einem Jahr und zehn Monaten Haft wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und zehn Monate gefordert, legte Berufung ein.Laut „Bild“ soll B. während der Berufungszeit zeitweise von der Polizei observiert worden sein. Auch das Telefon wurde demnach überwacht. Nach Informationen von WELT soll B. zudem im Internet mit einer Waffe posiert haben.13:06 Uhr – Sonntag, 26. JuliCSD in Stuttgart wird fortgesetztTrotz des Angriffs auf Passanten beim CSD in Berlin sollen die CSD-Feierlichkeiten in Stuttgart auch am Sonntag wie geplant fortgesetzt werden. „Hass, Gewalt und Terror dürfen nicht darüber entscheiden, ob queere Menschen sichtbar sind oder ihren Platz im öffentlichen Raum einnehmen“, heißt es von den Organisatoren. Die Sicherheitslage für die Veranstaltungen sei von den Sicherheitsbehörden nicht neu eingestuft worden, dennoch erhöhe die Polizei ihre Präsenz. Während des Programms soll der Opfer des Angriffs in Berlin gedacht werden.12:59 Uhr – Sonntag, 26. JuliProvisorische Gedenkstätte in der Nähe des TatortsImmer mehr Menschen finden sich am Tatort ein und hinterlassen Blumen und Nachrichten.Quelle: Getty Images/Omer Messinger12:28 Uhr – Sonntag, 26. JuliKeine Lebensgefahr bei acht Charité-PatientenDie Charité gibt einen Überblick zum Zustand der von ihr versorgten Patienten. „Die Charité hat gestern Nacht acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, vier konnten inzwischen entlassen werden“, schreibt ein Sprecher des Klinikums. Vier weiter Patienten werden ihm zufolge aktuell auf Intensivstationen behandelt. Es bestehe „zum jetzigen Zeitpunkt keine Lebensgefahr“.12:24 Uhr – Sonntag, 26. JuliIslamwissenschaftlerin: „Was der CSD repräsentiert, das ist für sie Gotteslästerung“Islamwissenschaftlerin Professor Susanne Schröter zweifelt an Präventionsmaßnahmen. „Man muss sich fragen, ob diese Deradikalisierungsmaßnahmen, auf die die Politik so viel setzt, ob die tatsächlich etwas bewirken.“ Einen überzeugten Islamisten werde man nicht mit sozialarbeiterischen Tätigkeiten oder mit netten Gesprächen nach seiner Familiensituation vom Weg abbringen. Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Islam-Expertin Susanne Schröter äußert sich zur Tat im Interview bei WELT TV.12:12 Uhr – Sonntag, 26. JuliAbdul B. soll im Gefängnis im Libanon gesessen haben, schreibt die „Berliner-Zeitung“Die „Berliner Zeitung“ zitiert einem Bekannten von Abdul B. „Wir waren zusammen in der Schule. Er hat oft gefehlt, auch einen Abschluss hat er nicht. Er war immer zu Hause oder unterwegs irgendwo. Und er war ein Jahr im Knast im Libanon. Dann kam er vor kurzem zurück. Hat geheiratet. Dann hat er sich verändert. Er hat auch so Islam-Videos im Internet kommentiert. Und war bei irgendwelchen Demos. Wir haben nicht mehr mit ihm gesprochen.“11:57 Uhr – Sonntag, 26. JuliGrote will Sicherheitsmaßnahmen für Hamburger CSD prüfenHamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) verurteilt den Angriff auf feiernde Menschen am Rande des CSD als „grauenhafte Gewalttat“. „Ein solches Fest der Liebe, der Solidarität und der Freiheit anzugreifen, ist ein Angriff auf unsere offene Gesellschaft und damit auf uns alle“, sagt der amtierende Vorsitzende der Innenministerkonferenz. „Aber wir werden nicht weichen!“ Sein Mitgefühl gelte den Angehörigen der Getöteten, seine Gedanken seien bei den Verletzten. Zugleich kündigte Grote an, die Sicherheitsmaßnahmen für die am kommenden Wochenende in Hamburg geplante CSD-Parade zu überprüfen. Zwar sei das Sicherheitsniveau bei Veranstaltungen in Hamburg hoch – „gerade was den Schutz vor Überfahrtaten angeht“, sagte er. Aber: „Vor dem Hintergrund der schrecklichen Tat in Berlin werden die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD kommende Woche in Hamburg noch einmal sorgfältig überprüft, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten.“11:49 Uhr – Sonntag, 26. JuliPolizisten an Bahnhöfen in EinsatzDie Polizei fahndet weiter öffentlich mit starken Kräften nach dem flüchtigen Verdächtigen Abdul B. Entsprechende Einsätze laufen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagt Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. Dabei gehen die Einsatzkräfte unter anderem etwaigen Hinweisen nach. „Wir sind mittendrin in den wirklich umfassenden Maßnahmen.“ Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin abQuelle: Michael Ukas/dpa11:47 Uhr – Sonntag, 26. JuliAmsterdam verstärkt Schutz für Großereignis World PrideNach dem tödlichen Angriff am Rande der Berliner Christopher-Street-Day-Feier werden für die gegenwärtig in Amsterdam stattfindende World Pride zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Dies geschehe, wo immer es nötig erscheine, teilt Amsterdams Bürgermeisterin Femke Halsema laut der niederländischen Nachrichtenagentur ANP mit. Polizei, Staatsanwaltschaft und Stadtverwaltung arbeiteten dabei eng zusammen. Einzelheiten werden nicht genannt.11:46 Uhr – Sonntag, 26. JuliKlöckner ordnet Trauerbeflaggung für Bundestag anBundestagspräsidentin Julia Klöckner ordnet Trauerbeflaggung auf halbmast für den Bundestag an. Sie sei zutiefst erschüttert, erklärt die CDU-Politikerin. „Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen“, so Klöckner.11:32 Uhr – Sonntag, 26. JuliBlumen am TatortEine Frau starb, mehrere Menschen sind verletzt – einige davon lebensgefährlich. Am Tatort werden erste Blumen abgelegt.Quelle: Getty Images/Omer Messinger11:21 Uhr – Sonntag, 26. JuliPolizei auf SpurensucheDie Polizei durchkämmt seit kurz nach 11 Uhr das Gebiet rund um den Wagen, der am Samstagabend in eine Menschenmenge gefahren ist. Quelle: REUTERS/Christian Mang10:59 Uhr – Sonntag, 26. JuliSöder spricht von „feigem Anschlag“Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigt sich betroffen. „Der feige Anschlag auf den CSD in Berlin ist eine furchtbare Tat“, schreibt der CSU-Chef auf X. Er sei fassungslos, dass friedlich feiernde Menschen angegriffen, verletzt und sogar aus dem Leben gerissen wurden. Seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. „Wir werden uns dem Terror nicht beugen“, heißt es weiter.10:53 Uhr – Sonntag, 26. JuliJunge-Union-Chef spricht von „Kriegserklärung“ des IslamismusNach der Gewalttat beim Berliner CSD spricht der Vorsitzende der Unions-Nachwuchsorganisation Junge Union, Johannes Winkel, von einer „Kriegserklärung“ radikaler Islamisten gegen die offene Gesellschaft. „Der Westen und der Islamismus: Eine Ideologie erklärt unserer Gesellschaft den Krieg“, schreibt Winkel auf X. Die Weckrufe würden ignoriert, kritisierte Winkel: „Statt sich zu wehren und mit aller Härte zurückzuschlagen, weigern wir uns, die Kriegserklärung zu hören.“10:46 Uhr – Sonntag, 26. JuliVolker Beck: „Die Gefahr des islamistischen Antisemitismus ist einfach tödlich“Für Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, müsse Schluss damit sein, sich die islamistische Gefahr schönzureden. „Die Gefahr des Islamismus und der islamistischen Schwulenfeindlichkeit und des islamistischen Antisemitismus ist einfach tödlich“, fügt Beck im Interview mit dem Fernsehsender WELT an. „Wer glaubt, man könnte Islamisten integrieren, der hat den Schuss nicht gehört“, fügt er an. Und weiter: „Wir müssen unterscheiden zwischen den Muslimen, die demokratisch ihren Glauben in der Gesellschaft unterscheiden wollen und diejenigen, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen und nicht anerkennen.“ Man müsse sich überlegen, „wie wir solche Leute auch wieder loswerden“. „Die wollen ja nicht in unserem Land zu unseren Bedingungen leben.“Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin fahndet die Polizei öffentlich mit einem Foto nach einem mutmaßlichen Tatverdächtigen. Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, spricht darüber bei WELT TV.10:42 Uhr – Sonntag, 26. JuliSteinmeier: Bin erschüttert und entsetzt über mutmaßlichen AnschlagBundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erschüttert über den mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin. „Wir alle sind erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem Hunderttausende Menschen aus aller Welt friedlich und fröhlich feiern wollten und ein Zeichen setzen für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben“, sagt Steinmeier in Hamm.10:37 Uhr – Sonntag, 26. JuliTatverdächtiger Abdul B. sollte morgen zu Beratungstermin erscheinenWer ist der flüchtige Tatverdächtige, der ein Auto in eine Gruppe am Rande des CSD gesteuert haben soll? WELT erfuhr von einer Radikalisierungsvorgeschichte, einer brisanten Verurteilung – und zwei Gesprächen, in denen sich Abdul B. „undurchschaubar“ gab. Lesen Sie hier den ganzen Artikel (+).10:30 Uhr – Sonntag, 26. JuliQueerer Verband: „Regenbogen hat einen Riss bekommen“Die queere Gemeinschaft ist nach dem Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) bestürzt. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schreibt die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind.“ Der Landesverband Berlin-Brandenburg schreibt: „Heute ist ein Tag der Trauer. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten, ihren Angehörigen und allen, die die Ereignisse beim CSD Berlin miterleben mussten.“ Der Verband bat darum, keine Spekulationen zu verbreiten, bis gesicherte Informationen vorliegen.09:46 Uhr – Sonntag, 26. Juli„Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen“Burkard Dregger (CDU), innenpolitischer Sprecher in Berlin, kritisiert die sozialen Netzwerke als einen „Brandbeschleuniger bei Hass und Hetze in unserer Gesellschaft, auch für islamistische Hetze“. Man habe „noch nicht das geeignete Mittel gefunden, um dieser Hassverbreitung in den sozialen Netzwerken entgegenzutreten“, sagt Dregger im Interview mit dem Fernsehsender WELT. „Es gibt keinerlei staatliche Behörde, die versucht, Propaganda, Hass und Hetze aktiv zu bekämpfen. Wir beobachten nur.“ Es müsse diskutiert werden, was angemessen und wirksam sei, um die Verbreitung zu begrenzen.Der 21 Jahre alten Abdul B. wird verdächtigt für den Anschlag auf den CSD in Berlin verantwortlich zu sein. Die Polizei fahndet öffentlich nach ihm. „Leider nicht gelungen, die bestehenden Gefahren abzuwehren“, sagt Burkard Dregger (CDU), innenpolitische Sprecher Berlins.09:12 Uhr – Sonntag, 26. JuliIkkimel fordert mehr ZusammenhaltDie Rapperin Ikkimel ruft zu Zusammenhalt auf. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schreibt die 29-Jährige bei Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen jetzt realisierten, wie wichtig es sei, zusammenzuhalten – „jetzt noch mehr als sonst“. Sie könne es nicht fassen. Wenigstens Berlin solle ein sicherer Ort sein, so die Künstlerin, die am Freitag beim „Demokratieabend“ des Berliner CSD am Brandenburger Tor aufgetreten war. „Bitte bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.“09:05 Uhr – Sonntag, 26. JuliBundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner BehördenDie Bundesanwaltschaft steht mit den Ermittlungsbehörden vor Ort in Kontakt. Das sagt eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen in diesem Fall aber bislang nicht übernommen. Die Bundesanwaltschaft ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Sie kann unter anderem Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus übernehmen. Zudem kann sie solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.08:58 Uhr – Sonntag, 26. JuliStuttgarter CSD-Veranstalter bestürzt nach Vorfall in BerlinNachdem ein Transporter in Berlin in eine Menschenmenge gefahren ist, zeigen sich die Veranstalter des Stuttgarter Christopher Street Days erschüttert. „Wir sind zutiefst erschrocken und traurig darüber, was heute in Berlin geschehen ist“, heißt es in der Nacht in einem Instagrampost. „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, Angehörigen und Zeugen der Tat (...).“08:37 Uhr – Sonntag, 26. JuliErmittler fahnden nach Abdul B. (21)Die Polizei fahndet öffentlich nach dem Tatverdächtigen und bittet die Bevölkerung dabei um Unterstützung. Sie veröffentlichte ein Foto des 21-jährigen Abdul B. und beschreibt ihn als circa 1,90 Meter groß und von schlanker Statur. Er trage einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose. Sie warnt davor, den Mann direkt anzusprechen, da er möglicherweise bewaffnet und gefährlich sei. 08:32 Uhr – Sonntag, 26. JuliMerz nennt Attacke auf CSD „Angriff auf unsere Gesellschaft“Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist unmittelbar nach der Tat informiert worden. „Was für eine abscheuliche Tat in Berlin“, schreibt Merz auf X. „Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.“mit dpa/AFP
Bluttat beim CSD: +++ Abdul B. plante bereits einen Anschlag – und wurde aus dem Libanon nach Deutschland zurückgeholt +++Liveticker - WELT
Nach der Bluttat beim Berliner CSD werden immer mehr Details aus dem Leben des Tatverdächtigen bekannt. Abdul B. soll laut „Bild“ schon mal einen Anschlag geplant haben. Mehr im Liveticker.















