Iran droht mit Ausweitung des KriegsgebietsIrans Armeesprecher Amir Akraminia droht mit einer Ausweitung des Kriegsgebiets, falls die USA ihre Luftangriffe fortsetzen sollten. Unter Verweis auf Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Schiffe im Roten Meer sagte der Sprecher laut Nachrichtenagentur Mehr, entsprechende Warnungen hätten sich schon vor Ort bewahrheitet. Das Kriegsgebiet reicht laut Akraminia bereits von Jordanien bis hin zu den Anrainerstaaten des Persischen Golfs. Sollte das US-Militär die Luftangriffe fortsetzen, werde das Gebiet noch weiter ausgedehnt. Das iranische Militär habe entsprechende Strategien vorbereitet. Nach Angaben Sprechers ist das Militär auch auf andere Szenerien vorbereitet. Er nannte eine großangelegte Luftoperation sowie eine Bodenoffensive des US-Militärs. Laut Akraminia hat Iran seine Angriffe auf arabische Verbündete der USA vorübergehend ausgesetzt, da die US-Streitkräfte ihre Luftschläge in den vergangenen zwei Nächten eingestellt hätten. Der Sprecher begründete den Schritt damit, dass das eigene militärische Vorgehen ausschließlich auf Vergeltung ausgerichtet sei. Schiffsverkehr in Qatar läuft wieder regulärDer Schiffsverkehr im Golfstaat Qatar läuft nach vorigen Warnungen wegen neuer iranischer Angriffe wieder normal. Fahrten für alle Arten von Schiffen seien ab heute wieder regulär möglich, teilte das qatarische Transportministerium mit. Die Betreiber und Besatzungen von Schiffen sollten sich aber weiterhin an die Vorschriften halten, um ein höchstes Maß an Sicherheit zu garantieren.Qatar hatte nach neuen iranischen Angriffen zuvor zu einer vorübergehenden Einstellung des Schiffsverkehrs geraten. Für alle Fahrten und andere „meeresbasierte Tätigkeiten“ werde empfohlen, diese bis auf Weiteres auszusetzen, teilte das Ministerium vor zwei Wochen mit. Das betreffe auch Fischer- und Freizeitboote, Jetskis und „alle anderen Seefahrzeuge“. Fabian DrahmouneIran: Produktive Gespräche mit Oman über Straße von HormusIran hat am Sonntag Fortschritte bei den Gesprächen mit dem Oman über die Verwaltung der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus verkündet. Mehrere Verhandlungsrunden zwischen den stellvertretenden Außenministern beider Länder hätten am Freitag und Samstag in Teheran stattgefunden, erklärte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei. Dabei sei es um „gemeinsame Prinzipien und Mechanismen des Betriebs“ für den sicheren Schiffsverkehr unter Berücksichtigung der Hoheitsrechte beider Staaten gegangen, erklärte Bakaei.Die Gespräche seien „nützlich“ gewesen, und es seien Fortschritte erzielt worden, fügte Bakaei hinzu. Der Sprecher ergänzte, dass die „technischen und politischen Beratungen“ zwischen beiden Seiten fortgeführt würden. Im Juni hatten der Oman und Iran Gespräche über die Einführung von Durchfahrtgebühren für die Straße von Hormus angekündigt. Iran ruft zu Dialog im Jemen-Konflikt auf Angesichts einer Eskalation zwischen Saudi-Arabien und der von Teheran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen hat der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zum Dialog aufgerufen. Es gebe keine militärische Lösung in dem Konflikt, vielmehr müsse dieser durch Dialog zwischen Saudi-Arabien, dem Jemen und anderen Ländern in der Region gelöst werden, sagte Araghtschi in einem Interview mit der staatlichen Tageszeitung „Iran“. Obwohl Iran die Huthi-Miliz unterstützt, behauptete Araghtschi, die Probleme im Jemen seien nicht seinem Land anzulasten, sondern wurzelten in alten regionalen Konflikten. Die gegenseitigen Angriffe zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien schüren die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten, der die Region seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf Iran im Februar erfasst hat. Berichte: Zwei Raketen aus Jemen mit Zielen in Saudi-Arabien abgeschossen Luftabwehrsysteme in Saudi-Arabien haben nach Angaben aus griechischen Sicherheitskreisen zwei ballistische Raketen aus dem Jemen abgeschossen. Ziel seien Ölraffinerien in der Stadt ‌Yanbu am Roten Meer gewesen, sagten die Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Das eingesetzte Abwehrsystem wird den Kreisen zufolge von griechischem Militärpersonal ‌bedient. Der saudische Zivilschutz ‌gab nach anfänglichen Warnungen für Yanbu und die südliche Hafenstadt Jizan Entwarnung. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. Griechenland hat seit 2021 im ​Rahmen eines Abkommens ein US-Patriot-Luftabwehrsystem in ⁠Saudi-Arabien stationiert, um die Energieinfrastruktur des Königreichs zu schützen. Fabian DrahmouneHuthi-Miliz meldet Angriff auf Saudi-ArabienNach einem Angriff der von Saudi-Arabien angeführten Koalition auf Stellungen der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen haben die Huthis eine Vergeltungsattacke auf Saudi-Arabien bekanntgegeben. Ein „jemenitischer Raketenangriff“ habe Brände in der Stadt Dschisan am Roten Meer im Süden Saudi-Arabiens ausgelöst, erklärten die offiziellen Huthi-Medien am Samstag im Onlinedienst Telegram.Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht offiziell zu den Angaben der Huthis. Die Behörden hatten allerdings am frühen Samstag die Bewohner von Dschisan und Janbu kurzfristig vor einer „möglichen Gefahr“ gewarnt. Ähnliche Warnungen waren in der Vergangenheit ausgegeben worden, wenn Raketen oder Drohnen auf Saudi-Arabien abgefeuert wurden.Fabian DrahmouneHuthi-Miliz im Jemen droht Saudi-Arabien mit VergeltungNach den Luftangriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen haben die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen dem benachbarten Königreich Vergeltung geschworen. Die Angriffe auf zivile Ziele würden „nicht ungestraft bleiben“, zitierte die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba deren Mitteilung. Laut dem iranischen Sender Press TV folgten in der Nacht Gegenangriffe der Huthi in Saudi-Arabien. Demnach gab es unter anderem Explosionen in der Hafenstadt Yanbu. Auch die Küstenstadt Dschisan soll mit Raketen attackiert worden sein.Die iranischen Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Als Reaktion auf den erneuten Beschuss eines unter saudi-arabischer Flagge fahrenden Schiffes im Roten Meer hatte die Saudi-Koalition zuvor nach eigenen Angaben „legitime militärische Ziele“ in der jemenitischen Provinz Hudaida attackiert. Huthi-nahe Medien meldeten Angriffe in der gleichnamigen Hafenstadt Hudaida.Fabian DrahmouneUS-Militär greift Schiff an: Tanker auf dem Weg nach Iran gestopptDas US-Militär hat nach eigenen Angaben abermals einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen angegriffen. Man habe das Schiff durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt, teilte ein Sprecher des für die Region zuständigen US-Kommandos Centcom mit. Demnach soll die Besatzung des Schiffs zuvor mindestens viermal versucht haben, die US-Blockade zu umgehen. Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. Seither war bis Mittwoch bereits ein Schiff mit Gewalt außer Gefecht gesetzt worden, mehrere wurden zu einer Kursänderung gedrängt.Medien: Angriffe auf jemenitische Hafenstadt HudaidaDie jemenitische Hafenstadt Hudaida ist nach Angaben von Augenzeugen und Huthi-nahen Medien Ziel mehrerer Luftangriffe geworden. Anwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur von mehreren Luftangriffen in der Umgebung des Hafens der Stadt. Dabei habe es schwere Explosionen gegeben. Über dem Gebiet seien Flammen und dichte Rauchwolken aufgestiegen.Huthi-nahe Medien bezeichneten die Angriffe als „saudische Aggression“. Der von den Huthi kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah meldete zudem weitere Luftangriffe auf Telekommunikationseinrichtungen in der Stadt sowie auf der Insel Kamaran im Roten Meer. Eine Stellungnahme der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition lag zunächst nicht vor.Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Saudi-Arabiens, SPA, einen Angriff auf einen unter saudischer Flagge fahrenden Tanker im Roten Meer gemeldet.Die Huthi hatten diese Woche eine „Blockade“ der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. Am Donnerstag reklamierten sie Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich. Durch das Rote Meer und die wichtige Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Die Huthi hatten den Welthandel mit Angriffen auf Schiffe im Roten Meer ab 2023 bereits massiv beeinträchtigt. Die Miliz kontrolliert vor allem den Norden und weite Gebiete im Westen des Landes samt der dort liegenden Küsten am Roten Meer.Hannah SturmUSA laut Trump in Gesprächen mit IranTrotz andauernder nächtlicher US-Angriffe stehen die USA nach den Worten von Präsident Donald Trump weiter in Kontakt mit Iran. „Während wir hier sprechen, stehen wir mit ihnen im Gespräch“, sagte der Republikaner am Freitagnachmittag (US-Ostküstenzeit) im Weißen Haus auf entsprechende Journalistenfragen. Trump machte nicht deutlich, ob es sich um direkte Gesprächskanäle handle oder ob über Vermittler verhandelt wird. Später sagte Trump, dass an den Gesprächen unter anderem Vize-Präsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio beteiligt seien. Man spreche mit unterschiedlichen Personen. Bericht: Bahrain und Kuwait flogen Vergeltungsangriffe gegen IranBahrain und Kuwait haben Recherchen des „Wall Street Journals“ zufolge Anfang des Monats erstmals Vergeltungsangriffe mit eigenen Kampfflugzeugen auf Ziele in Iran ausgeführt. Die Angriffe hätten unter anderem Depots für Drohnen und Raketen sowie weitere militärische Einrichtungen gegolten, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben demnach Informationen zu den Zielen geliefert und mit ihrer Luftwaffe für den Schutz der Flugzeuge gesorgt. Dies sei ein Zeichen für eine zunehmende Zusammenarbeit arabischer Staaten im Vorgehen gegen Iran, schrieb das „Wall Street Journal“. Iran konzentriert seine Angriffe seit Wochen vor allem auf Bahrain und Kuwait. Beide Golfstaaten beherbergen US-Militärstützpunkte. Die beiden Länder hätten es nicht zulassen wollen, dass Teheran sie weiterhin ungestraft angreife, schrieb das „Wall Street Journal“. Das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hatte zuletzt erklärt, dass das Land sich für eine Verringerung der Spannungen in der Region und eine vollständige Öffnung der Straße von Hormus einsetze. Es verurteilte die Angriffe auf Kuwait und Bahrain und bekundete „volle Solidarität“ mit beiden Staaten. Regierungsvertreter aus Kuwait und Bahrain reagierten demnach zunächst nicht auf Anfragen der Zeitung. Warum Iran derzeit anscheinend bevorzugt „kleinere, schwächere Länder“ in der Region wie Jordanien, Kuwait und Bahrain angreift, lesen Sie auch hier:Trump warnt Russland und China vor Einmischung in Irankrieg US-Präsident Donald Trump hat Russland und China vor einer Einmischung ​in den Irankrieg gewarnt. Er glaube zwar nicht, dass China oder Russland am aktuellen Konflikt „beteiligt“ seien, es wäre jedoch „sehr schlecht für sie“, sollten sie sich doch einmischen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. ⁠Der chinesische Präsident Xi Jinping habe ihm bei ihrem Treffen in Peking Mitte Mai zugesichert, unter keinen Umständen Waffen an Iran zu liefern oder zu verkaufen. Diese Zusage gelte, so Xi laut Trump, zudem für chinesische Unternehmen. Es liege nicht im Interesse Pekings oder Moskaus, Waffen an Teheran zu liefern, fügte Trump hinzu. Netanjahu reist für Trump-Treffen nach WashingtonInmitten der angespannten Lage in Nahost wird der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am kommenden Dienstag US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus in Washington treffen. Das teilte das israelische Regierungspresseamt mit. Demnach wird Netanjahu am Montag auf Einladung von Trump in die USA reisen. Er wird auch an einer Trauerfeier für den gestorbenen republikanischen Senator Lindsey Graham teilnehmen. UN warnen: Isolierte Seeleute in Straße von Hormus in NotIn der Straße von Hormus sitzen wegen der anhaltenden gegenseitigen Angriffe der USA und Irans Tausende Seeleute fest. Die Lage vieler ist so desolat, dass dies den UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, auf den Plan gerufen hat. Sein Büro geht von mindestens 6.000 Menschen auf rund 400 gestrandeten Schiffen aus. Mindestens neun Schiffe mit 93 Besatzungsmitgliedern seien von ihren Eignern aufgegeben worden. Die Seeleute müssten selbst sehen, wie sie an Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung kommen. Auf lange Zeit isoliert zu sein und in einer Konfliktzone festzusitzen könne schwere Konsequenzen für ihre mentale und körperliche Gesundheit haben. Mindestens 17 Seeleute seien seit Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar getötet worden. Türk appellierte an die Konfliktparteien, einen Weg zu finden, um die Seeleute in Sicherheit zu bringen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software