40 PiS-Abgeordnete verweigern einer Loyalitätserklärung für ihren Chef Jarosław Kaczyński die Unterschrift. Jetzt droht ein Rausschmiss aus der Partei.
Keine Freunde mehr: Jaroslaw Kaczynski und der ehemalige Premierminister Mateusz Morawiecki
Majdanksi Aleksander/imago
Jarosław Kaczyński, Parteichef der rechtsnationalen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), hat den Machtkampf verloren. Weder ein Ultimatum an den ehemaligen Premier Mateusz Morawiecki noch die Drohung mit einem Parteiausschlussverfahren halfen: am Donnerstag verweigerten rund 40 PiS-Abgeordnete dem einst mächtigsten Mann in Polen die Gefolgschaft. Sie sollten aus der Morawiecki-Gruppierung „Entwicklung plus“ austreten und eine Loyalitätserklärung abgeben.
Ein dreistündiges Krisengespräch am Freitag brachte keine Wende. Nun soll am kommenden Dienstag der PiS-Parteirat über den Rauswurf aus der Partei entscheiden. Genau das aber will Morawiecki. Denn das wäre der Triumph, der ihm und seinen Anhängern den Start als neue Parteivor und bei den Wahlen 2027 erleichtern würde.










