Mit eindringlichen Warnungen vor einer Stärkung der politischen Ränder hat der scheidende FDP-Parteischef Christian Dürr seine Partei auf dem Bundesparteitag 2026 zur Geschlossenheit aufgerufen. „Die politischen Ränder, vor allem rechts, die sind heute stärker denn je“, sagte Dürr in seiner Eröffnungsrede, die gleichzeitig seine Abschiedsrede war. Politische Ränder wüchsen „nicht aus Überzeugung“, sondern „aus Enttäuschung“.
Nach mehreren Wahlniederlagen und dem Absturz aus dem Bundestag sucht die FDP auf ihrem Bundesparteitag in Berlin den Neustart. Mit Wolfgang Kubicki soll ausgerechnet ein Parteiveteran die Liberalen zurück in die politische Relevanz führen. Der 74-Jährige ist der einzige Kandidat für den Vorsitz und für viele Delegierte die letzte verbliebene bundesweit bekannte Figur der Partei.
Dafür ließ die Partei auch ihren Auftritt überarbeiten. Mit blasseren Gelb- und Blautönen sowie dem neuen Slogan „Wo Freiheit ist, ist alles möglich“ versucht die FDP, sich nach Jahren des Niedergangs als Kraft des Aufbruchs neu zu inszenieren.
Kritik an Friedrich Merz
Auch inhaltlich bemühte sich die Parteiführung demonstrativ um Kampfgeist statt Selbstkritik. Besonders deutlich wurde das in den Angriffen auf die Union und Kanzler Friedrich Merz: „Mach dir Sorgen um Deutschland“ – versuchte sich Dürr in der Rolle des Regierungskritikers.









