Unternehmen und Vereine kommunizieren fast nur noch über große Social-Media-Plattformen. Das muss nicht sein. Plädoyer für einen gemeinsamen Aufbruch.
Stellen wir uns einen Tag in der nahen Zukunft vor, sagen wir: im Herbst 2026. 100 der einflussreichsten Medienhäuser, Hochschulen, Verbände und Behörden veröffentlichen auf ihren Webseiten gleichzeitig eine Erklärung. Darin steht: Wir steigen gemeinsam aus. Wir werden unsere Kommunikation nicht länger nach den Regeln ausrichten, die uns die großen Plattformen vorgeben. Und jetzt erzählen wir euch, was wir stattdessen vorhaben.
Derselbe Tag, wenige Stunden später, noch eine Pressekonferenz: Eine Gruppe großer Unternehmen verkündet, dass sie einen großen Teil ihres Werbebudgets von nun an nur noch auf europäischen Plattformen ausgeben will. Dafür haben sie eine Selbstverpflichtung unterschrieben.
Das scheint utopisch. Aber dass Social-Media-Plattformen wie X, Tiktok und Facebook mit ihren Algorithmen und Geschäftsmodellen unsere Gesundheit, Demokratie und Zukunft gefährden, darüber sind sich viele Menschen einig. Auch Alternativen formieren sich immer wieder. Trotzdem kommt der große Ausstieg nicht. Muss das so bleiben?
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