Der Kabinettsumbau des Bundeskanzlers sollte ein Befreiungsschlag werden – und wurde ein Lehrstück in Sachen missglückter Kommunikation. FDP-Chef Wolfgang Kubicki: „Eine einzige öffentliche Demütigung für alle Beteiligten.“
Friedrich Merz hatte am Freitag mehrere Personalentscheidungen vorgestellt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rückt an die Spitze des Kanzleramts. Ihr folgt CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann als neuer Gesundheitsminister. Bereits am Mittwoch war der bisherige Kanzleramtschef Thorsten Frei als künftiger Unionsfraktionschef nominiert worden. Frei folgt auf Jens Spahn, der nach einer Leihmutteraffäre zurückgetreten war.
Neu ins Spiel kommt Franziska Hoppermann aus Hamburg; sie wird dem liberalen Flügel der CDU zugeordnet und soll Generalsekretärin werden. Ebenfalls an der Seite von Merz stand Digital-Staatssekretär Philipp Amthor, der Bund-Länder-Staatsminister im Kanzleramt werden soll.
Damit betrifft der Umbau gleich mehrere Schaltstellen der Macht: Kanzleramt, Gesundheitsministerium, Parteizentrale und Fraktionsspitze. Merz kündigte an, es werde „weitere Veränderungen im Bundeskabinett geben“.
Absage kurz vor der Pressekonferenz











