Die Aufregung wegen der Cyberattacke durch eine KI kommt Big Tech gelegen. Die willkommene Botschaft ist: Wir sind mächtig.

Ob Sam Altman, CEO von OpenAI, auch Terminator 2 gesehen hat, in der die KI Skynet die Menschheit unterjocht?

Chip Somodevilla/getty images

E s ist ein Stoff, aus dem sich ein apokalyptischer Near-Future-Science-Fiction-Thriller stricken ließe: Eine künstliche Intelligenz (KI), die eigentlich einen Testlauf absolvieren soll, findet eine unbekannte Sicherheitslücke. Sie gelangt so ungeplant ins Internet und startet dort einen Cyberangriff. Was dann kommt – lahmgelegte Stromversorgung, zusammenbrechende Zivilisationen –, ist Fantasie. Doch bis zum Angriff, der im aktuellen Fall nur eine Softwareplattform traf, ist es Realität.

Bei allem Gruselpotenzial, das der Fall bereithält und das auch durch den Fakt, dass es nicht der erste Vorfall dieser Art war, noch verstärkt werden könnte: Ja, KI kann Gefahren bedeuten, aktuelle und absehbare, über die wir als Gesellschaft diskutieren und Lösungen finden müssen, und zwar dringend. Aber nein, deshalb Weltuntergangserzählungen zu spinnen, wäre die falsche Strategie, selbst wenn ein tragfähiges Geschäftsmodell noch fehlt.