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Cyberangriffe: Künstliche Angst – Sorge vor KI-Apokalypse ist übertrieben Bei drei KI-Anbietern sind binnen zwei Wochen Modelle aus ihren Testumgebungen ausgebrochen. Das klingt nach erwachenden Maschinen. Die eigentliche Gefahr liegt ganz woanders.

Das allsehende Auge. Foto: IMAGO/Christian OhdeAls „ein Sprachmodell, das in einer Schleife Werkzeuge benutzt“, definiert das KI-Unternehmen Anthropic in seinen Nutzerhinweisen einen KI-Agenten. Das klingt zunächst harmlos. Ein digitaler Assistent bekommt demnach ein Ziel, bedient einen Browser, schreibt Code, verschickt E-Mails. Er arbeitet eine Aufgabe selbstständig ab, Schritt für Schritt. So verkauft die Branche ihr neues Produkt: als fleißigen, ungefährlichen Kollegen.Denselben Unternehmen fällt zu ihrer Technik gelegentlich aber ganz anderes ein. Ende Juli baten mehr als 1100 Beschäftigte von OpenAI, Anthropic, Google und Meta die US-Regierung in einem offenen Brief, Werkzeuge zu entwickeln, um die KI-Entwicklung notfalls bremsen zu können.Angeführt hatte die Aktion Anthropic-Chef Dario Amodei. Es bestehe „das reale Risiko, dass sich die Entwicklung von Fähigkeiten schneller beschleunigt, als wir die daraus entstehenden Systeme verstehen oder kontrollieren können“, heißt es in der Erklärung. Auch ChatGPT-Entwickler OpenAI teilte kürzlich mit, sein neues KI-Modell Astra in isolierte Testumgebungen zu verlagern, weil man nicht ausschließen könne, dass es Cyberangriffe eigenständig ausführe.Das ist bemerkenswert: Die Firmen verkaufen ihren Kunden Harmlosigkeit und der Politik Bedrohung. Normalerweise läuft es andersherum. Unternehmen warnen ihre Kunden vor den Gefahren ihrer Produkte, betonen jedes Risiko und drucken Beipackzettel, um im Schadensfall die Haftung von sich zu weisen.Der Grund für die eigentümliche Kommunikationsstrategie der KI-Konzerne liegt nahe: Die Angst vor der eigenen Übermacht ist die beste Werbung. Bei einer Bewertung von 965 Milliarden Dollar wie im Fall von Anthropic ist jede Schlagzeile über eine unkontrollierbare Maschine bares Geld wert – auch wenn sie aus technischer Perspektive kaum haltbar ist. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt