Hitzerekorde in Europa, das 1,5-Grad-Ziel bei der Erderwärmung schon 2024 gerissen – wie reagieren die Menschen darauf? Eine neue Studie zeigt überraschende Ergebnisse – die Berliner Zeitung berichtete.
Die so genannte Klimaskepsis, lange Jahre ein Nischenthema im Umfeld der Querdenker und Verschwörungstheoretiker, ist auf dem Vormarsch. Und sie wächst in die gesellschaftliche Mitte hinein. Besonders stark sind die Veränderungen in drei Bereichen: Zweifel am menschengemachten Klimawandel, Skepsis gegenüber politischen Projekten wie der Energiewende und die Ablehnung persönlicher Beiträge zum Klimaschutz.
Klimaskepsis wird zum Massenphänomen. Wobei die Entwicklung weder mit dem Alter noch mit dem Geschlecht oder dem Einkommen korreliert. Signifikant ist die weltanschauliche Haltung. Bei den Skeptikern häufen sich rechtsgerichtete Orientierungen, Misstrauen gegenüber der Regierung, traditionelle Weltsicht und Unzufriedenheit mit der Demokratie.
Man kann das mit den multiplen Krisen der Gegenwart erklären, mit der teuren Energiewende oder dem europaweiten Rechtsschwenk. Man kann es auch als seelische Abwehrreaktion lesen – als Verdrängung einer Bedrohung, die mehr und mehr Menschen unheimlich und unausweichlich scheint.






