Die Renten sind zum 1. Juli um 4,24 Prozent gestiegen. Doch das Plus kann noch Jahre später zu einer unangenehmen Überraschung führen. Da viele Rentner zunächst keine Steuererklärung abgeben, fällt die neu entstandene Steuerpflicht oft erst Jahre später auf. Dann können nach Angaben des größten deutschen Sozialverbandes VdK mehrere Steuerjahre auf einmal nachgefordert werden.
Viele Betroffene wüssten nicht, dass sie „häufig erst im Laufe ihres Ruhestands Steuern zahlen müssen“, erklärt Michael Popp, Referent für Alterssicherung beim VdK Deutschland, auf Anfrage der Berliner Zeitung. Auslöser könnten regelmäßige Rentenerhöhungen oder zusätzliche Einkünfte wie die Witwenrente sein. Besonders ältere oder pflegebedürftige Menschen seien mit einer plötzlich notwendigen Steuererklärung häufig überfordert. Der Verband fordert deshalb einfachere Verfahren und einen stärker automatisierten Steuerabzug für Rentner.
So können Rentenerhöhungen später Steuern auslösen
Grund für die möglichen Nachzahlungen ist das komplizierte System der nachgelagerten Besteuerung. Bei einem Rentenbeginn im Jahr 2026 unterliegen grundsätzlich 84 Prozent der Bruttorente der Besteuerung. Aus den übrigen 16 Prozent der ersten vollen Jahresbruttorente errechnet sich der persönliche Rentenfreibetrag.










