1. Neustart mit SignalstörungEs sollte ein Befreiungsschlag sein, am Ende wurde es ein Neustart mit Signalstörung. Friedrich Merz hat per Pressekonferenz vor dem Kanzleramt sein neues Kabinett vorgestellt: Nina Warken wechselt als erste Frau an die Spitze des Kanzleramts. Ihr Gesundheitsministerium übernimmt CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann. Staatsminister im Kanzleramt, zuständig für Bund-Länder-Beziehungen, wird Philipp Amthor. (Lesen Sie hier mehr zu den Personalien .)
Kanzler Merz, künftige Kanzleramtschefin Warken, designierter Staatsminister Amthor, künftiger Gesundheitsminister Linnemann
Offenbar hatte Merz nach dem Abgang von Jens Spahn einen größeren Regierungsumbau geplant. Auf der Pressekonferenz sprach er seltsam kryptisch davon, dass noch »weitere Veränderungen im Bundeskabinett« anstünden, über die er die Öffentlichkeit »zu gegebener Zeit« informieren werde.Nach SPIEGEL-Informationen ging man im Kanzleramt am Donnerstagabend noch davon aus, dass der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler von Patrick Schnieder das Verkehrsministerium übernehmen würde. Doch aus Unionskreisen heißt es nun, Güntzler habe kurzfristig abgesagt. Womöglich war es da schon zu spät, um die geplante Pressekonferenz zum Kabinettsumbau noch abzusagen. Wenn die Nachricht von der Ablösung eines Ministers die Runde macht, bevor ein Nachfolger gefunden ist, spricht das nicht für die Kommunikationskünste eines Kanzlers. Menschliches Regierungsmanagement sieht auch anders aus. (Hier alle Entwicklungen im Minutenprotokoll .)











