Die Sanierung des schwäbischen Batterieherstellers Varta ist nach weniger als zwei Jahren gescheitert. ​Das Unternehmen aus Ellwangen will sich nun in einer Insolvenz in Eigenverwaltung sanieren, wie die Varta AG am Freitag mitteilte. „Ziel dieses Schrittes ist es, die wirtschaftliche Zukunft ‌des Unternehmens zu sichern und eine nachhaltige Fortführung des Geschäftsbetriebs zu ermöglichen.“

Allerdings steht Varta vor der Zerschlagung. Die profitable Haushaltsbatterien-Sparte soll aus den Insolvenzen für die AG und drei Töchter herausgehalten werden. Die Gläubiger um die Deutsche Bank und mehrere Hedgefonds wollen die Varta Consumer Batteries selbst übernehmen. Der Bereich sei „rechtlich und operativ separiert und finanziell eigenständig“ aufgestellt, hieß es in der Mitteilung.Apple bezieht Knopfzellen künftig aus China statt aus NördlingenAls Ursachen für die erneute Krise nennt Varta „deutlich verschlechterte Marktbedingungen, eine schwächere ​Nachfrage, negative Währungseffekte sowie zuletzt die Entscheidung eines Ankerkunden, die Zusammenarbeit zu beenden“. Damit ist Apple gemeint: Der US-Technologieriese bezieht die wiederaufladbaren „CoinPower“-Knopfzellen für seine „AirPods“-Kopfhörer künftig ⁠aus China statt ⁠aus dem Varta-Werk im bayerischen Nördlingen, das vor wenigen Jahren massiv erweitert worden war.