Christoph Wild spricht von einem Herzensprojekt. Aber ein bisschen Geschäftssinn spielt natürlich auch eine Rolle. Zusammen mit seinem Partner Jonas Schenke hat Wild 2020 einen Tequila namens Mayaciel auf den Markt gebracht – genau rechtzeitig für die große Agaven-Schnaps-Welle, die seinerzeit durch die deutsche und europäische Barszene schwappte. Aber nicht nur, weil Mescal und Tequila gerade so groß in Mode waren, sondern vor allem, weil der ungewöhnlich milde und florale Mayaciel bei Barkeepern und Agaven-Liebhabern einen Nerv traf, konnten sich die beiden Jungunternehmer mit ihrer Version des mexikanischen Nationalgetränks schnell in der deutschen Bar-Szene etablieren. Inzwischen stehen die bauchigen Mayaciel-Flaschen mit ihrem auffälligen weiß-goldenen Etikett im ganzen Land in anspruchsvollen Bars und in den Regalen des Fachhandels.Längst haben die beiden auch einen im Eichenfass gereiften Reposado und einen leicht fruchtigen Tequila Rosa im Programm – und nun kommt das Herzensprojekt ins Spiel. Wegen seiner Milde eignet sich der Mayaciel Blanco besonders gut für Cocktails wie Tequila Sunrise (mit Orangensaft und Grenadine), Paloma (mit Grapefruit-Limonade) und Margarita (mit Orangenlikör, Limettensaft und Salzrand) – und den wollten Wild und Schenke schon seit einer Weile gerne als „Ready to Drink“-Variante, also praktisch vorgemixt anbieten.Aus der Idee ist jetzt der Mayaciel Margarita Spritz geworden. Zusammen mit dem Frankfurter Barkeeper Sven Riebel, der schon eine ganze Reihe von trinkfertigen Drinks und Cocktails für seinen Lieferservice Nighthawks und verschiedene Hersteller kreiert hat, haben Wild und Schenke einen Aperitif entwickelt, der wie ein klassischer Margarita-Cocktail Tequila mit Limette und Salz kombiniert. Die Süße kommt dabei allerdings nicht vom Orangenlikör wie bei einer Margarita sonst üblich, sondern vom Agavensirup. „Wir wollten unseren Mayaciel mit seinem feinen Aroma nicht überdecken und uns auf die fruchtige Frische der Limette konzentrieren“, sagt Wild, der die neue Kreation wegen ihrer zurückhaltenden Süße und der spürbaren Salzkomponente einen „erwachsenen Spritz-Aperitif“ nennt.Getrunken werden kann der Mayaciel Margarita Spritz mit seinen 24 Prozent Alkohol sowohl pur auf Eis als auch als Spritz mit Soda (im Verhältnis 50/50 laut Christoph Wild der „perfect serv“) oder Schaumwein, am besten jeweils mit einer dünnen Limettenscheibe als Garnitur. Auf den beim klassischen Margarita obligatorischen Salzrand kann man nach Ansicht von Wild und Riebel verzichten, weil der Aperitif schon eine gewisse Salzigkeit mitbringt.Wir aber haben es mit Tajin, einem mexikanischen Gewürzpulver aus gemahlenen Chilischoten, Meersalz und getrocknetem Limettensaft, probiert – und sind begeistert von dem salzig-scharf-sauren Pfiff, den der Drink dadurch bekommt. Erhältlich ist der Mayaciel Margarita Spritz im Fachhandel und im Mayaciel-Webshop für 29,90 Euro.