Die Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft ein Abbauprodukt vieler Ackergifte nun als gefährlicher ein als bislang. Werden sie jetzt verboten?
TFA kann durch Pestizide in das Grundwasser, den Boden und in Nahrungspflanzen gelangen
Berg/imago
Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hält Trifluoressigsäure (TFA), die unter anderem beim Abbau mehrerer Pestizide entsteht, für deutlich giftiger als bisher. Das Amt mit Sitz im italienischen Parma senkte die gesundheitlich akzeptable tägliche Aufnahmemenge von 0,05 auf 0,014 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht – um mehr als 70 Prozent. Die Umweltorganisation PAN Europe forderte daraufhin erneut, alle Ackergifte mit per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) zu verbieten, die teils TFA bilden.
TFA kann der Behörde zufolge durch Pestizide in das Grundwasser, den Boden und in Nahrungspflanzen gelangen. Die Säure bleibt extrem lang in der Umwelt und lässt sich bei der Trinkwasseraufbereitung nur schwer entfernen. TFA-Vorsubstanzen sind außer in Pestiziden in Produkten wie Medikamenten, Pappbechern und antihaftbeschichteten Pfannen, aber auch in Kältemitteln zum Beispiel für Autoklimaanlagen.














