Auch wenn es heute zahlreiche Sprachen gibt: In der Antike kommunizierten Menschen sehr wahrscheinlich deutlich vielfältiger miteinander als heute. Einer Studie zufolge verständigte sich die Menschheit in der Zeit von etwa 1000 vor Christus bis 1000 nach Christus in möglicherweise Zehntausenden Sprachen.
Sogar von einem »Goldenen Zeitalter« ist in der Studie die Rede, welche ein internationales Forschungsteam aus Spanien, den USA und Deutschland im Fachblatt »Science« veröffentlicht hat . Denn zuvor, zu Beginn des Holozäns vor etwa 12.000 Jahren, seien weniger Sprachen gesprochen worden, möglicherweise 4500 bis 6200. Dann habe die Vielfalt zugenommen, weil die Bevölkerung wuchs.Vor etwa 1000 bis 3000 Jahren sehen die Forschenden den Höhepunkt der Sprachenvielfalt – möglicherweise seien es zu diesem Zeitpunkt zehnmal so viele Sprachen gewesen wie im frühen Holozän. Das wären dann also ganz grob um 50.000 Sprachen gewesen. Mit der zunehmenden Ausbreitung großer Staaten und Imperien habe dann der rasche Rückgang eingesetzt.
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