Schulbildung ist ein Problem. Ebenso die Straßendichte. Denn beide tragen wesentlich dazu bei, dass die Vielfalt der Sprachen schwindet: Das haben Forscher um die Evolutionsbiologin Lindell Bromham von der Australian National University in Canberra vor wenigen Jahren ermittelt. Je besser demnach ein Gebiet für den Verkehr erschlossen und je enger damit der Kontakt zwischen Stadt und Land ist, desto eher setzen sich große Mehrheitssprachen durch. Und auch wenn Kinder in der Schule vielleicht eine Fremdsprache lernen: Je länger sie im Durchschnitt in der Amtssprache eines Landes unterrichtet werden, desto eher gehen kleine, regionale Sprachen verloren.
Sprachen verschwinden bereits seit Jahrtausenden
Einer Modellrechnung zufolge könnte es einst zehntausende Sprachen gegeben haben. Bis vor etwa 2000 Jahren. Was ist damals geschehen?











