Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Förde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Förde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach »zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um«.
Die Behörde geht davon aus, dass es sich um den Wal handelt, der zuvor bereits in Schottland, Dänemark und jüngst eben auch in der Kieler Förde gesichtet wurde. Die Wasserschutzpolizei unterstütze vor Ort und informiere das Umweltministerium regelmäßig über das Geschehen, erklärte eine Ministeriumssprecherin. Auch die Verkehrszentrale sei informiert.Dass Buckelwale sich während ihrer Wanderungen in flachen Küstengewässern aufhalten und in Buchten und Flussmündungen einschwimmen, sei ein typisches Verhalten. Die Landesbehörde appellierte, »den Wal möglichst nicht zu stören und bei Sichtungen größtmöglichen Abstand zu halten«.
Eine Privatinitiative startete einen Rettungsversuch für das schwer angeschlagene und geschwächte Tier und brachte es mit einem Lastkahn in die Nordsee, wo der Wal ins offene Meer entlassen wurde. Untersuchungen zufolge lebte der Buckelwal noch einige Tage, bevor er verendete. Anfang Mai wurde sein Kadaver vor der dänischen Insel Anholt entdeckt.







