„H wie Habicht“ nach dem Bestseller von Helen Macdonald ist erneut eine Adaption, in der Frauen Verluste jenseits menschlicher Beziehungen verarbeiten.
Helen (Claire Foy) hat in „H wie Habicht“ einen Vogel
Als Helen (Claire Foy) am Himmel zwei Habichte erblickt, muss sie umgehend ihren Vater (Brendan Gleeson) anrufen. Alisdair ist gerade auf dem Sprung, steigt schon eilig in seinen alten blauen Ford ein – aber er nimmt sich die Zeit, seiner Tochter zuzuhören. Er ist sogar selbst voller Aufregung, als er hört, dass es sich um ein Habichtspaar handelt. Offenbar ist das eine seltene Beobachtung.
Es ist erstaunlich vieles, was sich durch Philippa Lowthorpes feinsinniges Drama „H wie Habicht“ über Greifvögel lernen lässt. Die britische Regisseurin, die bislang vor allem in Streaminggefilden in Erscheinung getreten ist und etwa einzelne Episoden von „The Crown“ inszenierte, adaptiert damit den gleichnamigen autobiografischen Roman von Helen Macdonald.
Seit seinem Erscheinen im Jahr 2014 entwickelte sich das Buch zu einem internationalen Bestseller und verkaufte sich allein in den USA rund eine halbe Million Mal. Wohl auch deshalb, weil darin auf nahbare Weise von einer existenziellen Erfahrung erzählt wird, in der sich nahezu alle Leserinnen und Leser wiederfinden können: dem Verlust eines geliebten Menschen und dem langen Weg aus der Trauer.






