Sebastian Hoffmann ist Kunsthändler, Kurator und Dekorateur. Gemeinsam mit der Hair- und Make-up-Künstlerin Stella von Senger sowie dem Schauspieler Cecil von Renner gründete er das Berliner Einrichtungsbüro Tadan – wie das Trio auf Instagram schreibt: „Für Interieur, für Ausstellungen, für Kollektionen.“ Gemeinsam gestalten sie atmosphärenstarke Räume, Ausstellungen und Schaufenster – etwa für das KaDeWe zum Gallery Weekend. Statt sich als klassisches Einrichtungsstudio zu verstehen, beleben sie den Begriff des Dekorateurs wieder und zählen inzwischen zu den prägenden kreativen Stimmen der deutschen Designszene.

Herr Hoffmann, wo kaufen Sie am liebsten ein?Im KaDeWe und in Italien. An beiden Orten gibt es alles und alles besser.

Wie würden Sie Ihren Einrichtungsstil beschreiben, und wo halten Sie sich am liebsten in Ihrem Zuhause auf?Mein Einrichtungsstil ist: nicht zu doll, aber zu viel. Mein Lieblingsort oder besser Lieblingsmoment ist, wenn das Tor der Tiefgarage meines Wohnhauses aufgeht (dazu ziehe ich an so einer abwechselnd rot-weißen Gliederkette) und ich dann die Rampe mit meinem Fahrrad hinauffahre.

Welches Buch hat Sie in letzter Zeit bewegt? Welches haben Sie zuletzt angefangen und wieder weggelegt? Was liegt ganz oben auf dem Zu-lesen-Stapel?Bewegt hat mich Joachim Sartorius’ Gedichtband „Die besseren Nächte“ mit der besten Zeile: „Die Brücke zwischen Istanbul und Marokko wird nicht gebaut.“ Ich lege alle Romane weg, das Ende interessiert mich nicht. Ich komme aber meistens auf sie zurück. Ganz oben liegt Graydon Carters Autobiografie „When the Going Was Good“, die mir meine Freundin Nina geschenkt hat. Die weiß – proportional zu der relativ kurzen Zeit, die wir uns kennen – am besten, was und wer mir gefällt.